(9.04.2009) Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Monier Gruppe wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von den sich in Folge der Kreditkrise drastisch verschärfenden allgemeinen Marktbedingungen sowie einem Abschwung beim Wohnungsbau beeinträchtigt. Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung wirkte sich auch negativ auf die Nachfrage nach Baustoffen für das Geneigte Dach in für Monier wichtigen Märkten aus.
Der Umsatz der Monier Gruppe verringerte sich 2008 gegenüber dem Vorjahr um -7,3 % auf insgesamt 1.506 Mio. Euro. Besonders beeinträchtigt vom Marktumfeld waren neben den USA, die westeuropäischen Märkte sowie Südafrika. Im gleichen Zeitraum ging das EBITDA um 65 Mio. Euro auf 191,6 Mio. Euro zurück, wobei der Ergebnisbeitrag der westeuropäischen Märkte deutlich unter dem Vorjahreswert lag. Demgegenüber entwickelten sich die osteuropäischen Märkte, Brasilien, Malaysia, China und weitere kleinere asiatische Gesellschaften positiv.
Produktsparte Dachkomponenten
Die Entwicklung bei Dachkomponenten konnte sich vom insgesamt schwächeren Markt für das Geneigte Dach nicht abkoppeln. Die geringere Nachfrage in wichtigen Schlüsselmärkten führte zu einem Umsatzrückgang in diesem Produktbereich von 3,7 % gegenüber 2007. Erfreulich hingegen entwickelte sich der Wert verkaufter Systemteile je Quadratmeter verkaufter Dachpfannen, der weiter ausgebaut werden konnte. Hierin manifestiert sich die führende Position der Monier Gruppe als Systemanbieter rund um das Geneigte Dach.
Strukturanpassungen mit positiver Ergebnisauswirkung
Erste positive Auswirkungen zeigten die im zweiten Halbjahr 2008 begonnenen gezielten Strukturmaßnahmen und Projekte zur operativen Leistungsverbesserung innerhalb der Monier Gruppe. So konnten verringerte Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie reduzierte Fixkosten im Produktionsbereich zumindest teilweise die abgeschwächten Geschäftsaktivitäten kompensieren. Paul Kolowratnik, Technischer Geschäftsführer der Monier Gruppe: "Wo Werke nicht ausreichend ausgelastet waren, haben wir in 2008 das Werksnetzwerk auf den Prüfstand gestellt. So haben wir 11 ältere Werke geschlossen und drei hochmoderne neue Werke in Betrieb genommen. Mit nun insgesamt 149 Werken haben wir nicht nur Kapazitäten angepasst, sondern auch die Weichen für eine höhere Produktivität gestellt. Darüber hinaus haben wir einzelne Werke vorübergehend stillgelegt. Je nach konjunktureller Entwicklung werden wir mehr solche Schritte machen. Es geht aber nicht nur um Kostenoptimierung sondern auch darum, die Produktionsprozesse kontinuierlich zu verbessern. Deshalb haben wir ein Projekt zur Verbesserung der Exzellenz unserer Werke gestartet. Oberste Maxime ist dabei: Mit qualitativ hochwertigen Produkten die Zufriedenheit unserer Kunden zu sichern und gleichzeitig mit besseren Kostenstrukturen den Ausbau von Marktanteilen voranzutreiben."
Aktuelle Geschäftslage und Ausblick 2009
Die Geschäftsaktivitäten in den ersten beiden Monaten 2009 blieben aufgrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes und der anhaltend schlechten Witterung insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Im März gab es demgegenüber in zahlreichen Märkten erste Anzeichen für eine Belebung des Geschäfts. Dennoch: Wichtige Märkte befinden sich weiterhin in einer Rezession, so dass auch für das gesamte Geschäftsjahr 2009 von einem sehr herausfordernden Umfeld ausgegangen werden muss.
Dr. Jürgen Koch, CFO der Monier Gruppe, kommentiert die weiteren Schwerpunkte im Bereich des Finanzmanagements: "Oberste Priorität hat für uns auch in 2009 eine hohe Liquidität, die unser operatives Geschäft auf absehbare Zeit sichert."