Eine Online-Präsenz ist so wichtig wie das Telefon sie dient als Visitenkarte, Tag-und-Nacht-Zentrale und nicht zuletzt als Schaufenster für Produkte und Dienstleistungen. Wir stellen gut gemachte Dachdecker-Seiten vor.
Was zeichnet eine gute Website aus?Vor allem Dachdeckerbetriebe profitieren von der Möglichkeit, ihre Referenzen online "zeigen" zu können: Ihre besten Arbeiten sind in der Regel weit voneinander entfernt und der Dachdecker kann den Kunden kaum an die Hand nehmen und zu den einzelnen Referenz-Objekten hinfahren. Eine eigene Website zeigt das Können dagegen auf einen Blick. Dazu kommt: Die Internetverbindung wurde immer stabiler, schneller und einfacher Fotos, Grafiken und ganze Filme kann man auf seiner Seite platzieren ohne befürchten zu müssen, den PC des Kunden zum Absturz zu bringen.
Neben reiner Optik geht es bei der Gestaltung einer Website vor allem um die Nutzerfreundlichkeit (engl. Usability). Der durchschnittliche User liest Websites nicht. Er überfliegt sie lediglich, bis er die gewünschten Informationen findet. Genauso wenig befasst er sich damit, wie die einzelnen Features funktionieren. In der Regel klickt er sich einfach durch.
Daher sind klarer Aufbau und Navigation besonders wichtig. Gut gelöst wurde dies auf www.bongarz.de: Anstatt der Navigationsleiste entschied man sich dort für eine Reihe von Buttons für die jeweiligen Inhalte, zum Beispiel "Die Klempnerei", "Solarenergie" oder "Mal was anderes". In den Rubriken findet der Besucher vor allem Fotos, versehen mit kurzen Kommentaren. Positiv fällt auf, dass nahezu jedes Bild vergrößert werden kann. Ähnlich geht Prange GmbH aus Brilon mit diesem Thema auf www.prangedaecher.de um.
Buttons oder Leisten?
Über eine übersichtliche Startseite, wo die Hauptleistungen des Unternehmens bereits aufgeführt werden, gelangt der User zu den nach "Metall", "Schiefer" und "Presse" sortierten Referenzen. Zu jedem der vielen, oft denkmalgeschützten Objekte, gibt es mehrere Abbildungen. Die vergrößerte Version erscheint in einem weiteren Fenster, so dass die Seite selbst weiterhin im Hintergrund sichtbar bleibt. Des Weiteren bietet die Seite viele Links zu Dachdeckerbetrieben aus ganz Deutschland, darunter zum Beispiel www.kistenberger.de.
Dieser Online-Auftritt erscheint auf den ersten Blick eher puristisch. Der Hintergrund ist in weiß gehalten und die Navigationsleiste auf der linken Seite enthält nur die drei Buttons "Betrieb", "Leistungen" und "Kontakt". In der Bildschirmmitte fällt der Icon "Kistenberger der Film" sofort ins Auge und weckt die Neugier des Nutzers. Der Clip kann mit Quicktime und mit Windows media player abgespielt werden. Zu sehen ist ein Überblick auf das Leistungsangebot von Kistenberger. Der Zuschauer kann dem Dachdecker dabei buchstäblich auf die Finger schauen. Der Höhepunkt des Films: beeindruckende Aufnahmen der Montage eines zwiebelförmigen Turmhelms auf dem Glockenturm des Bruchsaler Krankenhauses.
Bewegte Bilder
Unter www.thullesen.de finden sich zwei weitere Beispiele, wie Dachdecker mit bewegten Bildern ihre Kompetenz zeigen: Zwei vertonte, circa fünfzehnminütige Clips ein Imagefilm in Kurz- und Langversion sowie ein Flachdachfilm geben einen guten Eindruck von den Tätigkeiten des Unternehmens aus Neumünster.
Generell stellt diese Online-Präsenz eine ausführliche Vorstellung des Betriebes in einer Hightech-Verpackung dar. Die farbliche Gestaltung ist einheitlich und auf das Logo abgestimmt. Beim Wechseln zwischen den einzelnen Menüpunkten bewegt sich die Oberfläche die Inhalte werden vor den Augen des Betrachters "verschoben" und durch die nächste Seite ersetzt. Dass die obere Navigationsleiste "mitwandert" ist allerdings ein wenig verwirrend und bedarf einiger Eingewöhnungszeit.
Ein wenig anders geht Struwe Dachtechnik - www.struwe-dachtechnik.com - mit "bewegten Bildern" um. Hier steht die Animation im Vordergrund: Die Oberfläche und der Hintergrund bleiben bestehen, während der User sich eine vorbeischwebende Nachtaufnahme der Stadt ansieht. Beim Führen des Mauszeigers auf die Dach-Icons (in der Aufnahme platziert) erscheinen Fotos von Referenzobjekten. Zu allen in der Navigationsleite aufgelisteten Menühaupt- und unterpunkten gibt es ähnliche Panoramaaufnahmen. Sympathiepunkte sammelt Struwe mit einer Foto-Galerie der Mitarbeiter. Diese Idee wird unter "Kontakt" noch mal aufgegriffen. Die Ansprechpartner sind mit Telefon und gegebenenfalls Handynummer, persönlicher E-Mail-Adresse und Foto aufgelistet.
Ganz ohne Animationen präsentiert sich www.rixen-dach.de. Stattdessen setzt man auf harmonische Farbgestaltung, klare Trennung der einzelnen Menüpunkte, zum Beispiel "Angebote" und "Service". Die einzelnen Leistungen werden mit Hilfe einer Grafik erklärt: ein Haus, dessen Bestandteile nummeriert und in dem nebenstehenden Feld erklärt werden.
Diese Abbildung findet man übrigens auch auf der Website der 100 Top-Dachdecker Deutschland GmbH.
A propos finden…
Viele Websites von Dachdeckern sind schwer zu finden beim Eingeben von Schlagwörtern wie "Dachdecker" und zum Beispiel "Köln" liefert die Suchmaschine ein Durcheinander an Links und Anzeigen von Herstellern, Händlern, Such- und Preisvergleichsportalen, Online-Adressbüchern und "mister wong’s". Auf ebay wird ebenfalls verwiesen. Denn auch dort kann man mittlerweile Dachdecker-Leistungen ersteigern. Spätestens hier geben viele der User auf der Suche nach einem Fachbetrieb auf. Die Qualität des Online-Auftritts ist daher nur der erste Schritt zu einer wirklichen Web-Präsenz. Die eigene Seite muss auch gefunden werden.
Fazit: Auf sich aufmerksam machen
Immer mehr Dachdeckerbetriebe finden ihren Weg in Netz. Einige der vorgestellten Websites übertreffen die Erwartungen in punkto Qualität und Kreativität bei der Darstellung der Inhalte. Wünschenswert wäre, wenn man diese Schätze des Online-Dschungels auf Anhieb finden könnte. Erster Schritt dazu könnte eine Anzeige mit google Adwords sein der Dachdecker selbst legt dort Schlagworte (englisch: Keywords) fest, mit denen er von der Suchmaschine gefunden wird. Die Seite wird kostenlos in der Liste der Suchergebnisse angezeigt. Bezahlt wird erst, wenn Interessenten den Link angeklickt und somit die Seite besucht haben.
Magdalena Olyukowa
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