Die Dachdecker-Innung München-Oberbayern verkaufte im Sommer Schieferherzen zugunsten des Dr. von Haunerschen Kinderspitals der LMU.
Jedes Jahr werden in München rund 120 Kinder auf der Station von Prof. Dr. med. Tobias Feuchtinger im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München wegen einer Krebserkrankung behandelt. „Die Krankenkassen zahlen Therapie und Medikamente. Aber kranke Kinder brauchen mehr“, so Professor Feuchtinger. Dieses „Mehr“ ist z. B. die Betreuung, Beschäftigung und Ablenkung durch Kindererzieherinnen, Psychologen, Physiotherapeuten, Spielzeug oder ein Besuch des Stationsteams in den Schulklassen der Kinder. „Wir erklären den Klassenkameraden und -kameradinnen die Krankheit und dass Krebs nicht ansteckend ist oder durch ein Fehlverhalten von ihnen ausgelöst wurde“, berichtet der Stationsleiter.
Genau dafür haben die Dachdecker der Innung München-Oberbayern im Sommer auf dem Stadtgründungsfest auf dem Münchener Odeonsplatz gesammelt. Die live am Stand der Dachdecker geschlagenen Schieferherzen wurden zugunsten der Kinderkrebsstation verkauft. Mit diesen „Herzen für Kinder“ wurde ein Erlös von über 400 € erzielt. Den Betrag rundete die Dachdecker-Innung auf volle 1.000 € aus der Innungskasse auf.
Anfang Oktober überreichte Josef Frank, Obermeister der Dachdecker-Innung den symbolischen Scheck an Professor Feuchtinger: „Solch eine Spende ist nicht ein Tropfen auf den heißen Stein, sondern ein wichtiger Beitrag, den Kindern in ihrer schweren Zeit auf unserer Station ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern“.
Obermeister Josef Frank wünscht sich: „Vielleicht ist unser kleiner Beitrag die Anregung für andere Institutionen und Unternehmen, auch einmal für ein Kinderlachen zu spenden“.
Harald Friedrich