Flachdach 2009-10-29T00:00:00Z Schutz inklusive

Das Produktionsgebäude eines Automobilzulieferers wurde auf die Arbeitsabläufe optimal abgestimmt. Die Halle mit einer Gesamtfläche von 43.000 Quadratmetern wurde als Stahlskelettbau ausgeführt, die Außenwände entsprechend gedämmt und mit Metall bekleidet.

Stahlfachwerkbinder bilden die Tragkonstruktion für das Dach. Die Decke des Daches besteht aus Trapezblechen. Als Dachabdichtung kam eine PVC-Dachbahn zum Einsatz. Oberhalb der Trapezbleche wurde eine PE-Folie als Dampfsperre verlegt und verklebt. Hierauf folgte eine zweilagige, 140 Millimeter dicke Dämmschicht aus nicht brennbaren Mineralfaser-Platten, die mittels Befestigern im Untergrund fixiert wurden. Im Abstand von je zwei Bahnenbreiten verlegten die Dachdecker zusätzlich mit dem Bahnenmaterial kaschierte U-Profile entlang der Bahnnaht. Diese wurden mit speziellen Befestigern im Untergrund fixiert. Auf diese kaschierten U-Profile schweißten die Facharbeiter abschließend die Dachbahnen mit einem Schweißautomat auf. Alle Detailanschlüsse wie Lichtbänder und Ständer für die Begehung der Klimatechnikanlagen auf dem Dach wurden mit dem Handschweißgerät ausgeführt.

Sicherheit im Fokus

Die VW AG hat mit der gläsernen Manufaktur in Dresden dem Automobil eine neue Bühne geschaffen: Transparent und lichtdurchflutet. An die Ausführung stellte das Unternehmen hohe Anforderungen hinsichtlich Langlebigkeit und Funktionalität. Bauphysikalische und sicherheitstechnische Aspekte wie der Brandschutz sowie die Ökologie waren entscheidend für die Wahl der Baustoffe. Die riesigen Dachflächen wurden mit einer EPDM-Dachbahn fachgerecht abgedichtet. Ihre helle und zugleich wärmestrahlenreflektierende Oberfläche unterstreicht den hohen Anspruch. In der Verlegung zeigt sich die Kunststoff-Dachbahn äußerst verarbeiterfreundlich. Die Nahtverbindungen sind einfach herzustellen. Aufgrund der besonderen Werkstoffeigenschaft lässt sich die Bahn an jeder Stelle - also nicht nur im Nahtbereich - durchgehend homogen Verschweißen. Diffizile Anschlussdetails können direkt auf der Baustelle rationell und einfach erstellt werden. Statt spezieller Formteile ist die mit Heißluft vorformbare Anschlussbahn einsetzbar. Die Dachbahnen können fachgerecht an alle Einbauteile wie Gullys, Lichtkuppeln oder Lüfter angeschlossen werden. Kaschierte Verbundbleche und selbstklebende Anschlussbahnen sowie Eckformteile und Kaltklebstoffe ergänzen das Sortiment verarbeiterfreundlich.

Widerstandsfähig und langlebig

Der Berliner Hauptbahnhof zählt zu den größten Kreuzungsbahnhöfen Europas. Mit 300.000 Passagieren täglich ist er auch einer der am stärksten frequentierten. Die von zwei Bügelbauten gekreuzte Glasdachkonstruktion, die den Oberbahnhof überspannt, ist zum Wahrzeichen des Hauptbahnhofs geworden. Wo das Glasgewölbe auf den Mauersockel trifft, wurden die aufsteigenden Mauerelemente mit einer selbstklebenden PVC-P-Dachbahn abgedichtet. Auf den großen Flachdächern der beiden Bügelbauten wurde das gleiche Material verlegt. Sowohl in der Gewölberinne als auch auf dem Dach wurde die Bahn im bewährten Kaltselbstklebeverfahren verlegt. Das heißt, dass auf der Unterkonstruktion in der Rinne auf der Beton-Deckunterlage, auf dem Dach auf einer Wärmedämmung aus Schaumglas zunächst eine Polymerbitumenbahn als erste Abdichtungslage aufgebracht wurde. Anschließend wurde darauf die Kunststoff-Dachbahn auf die vorbereitete Bitumenoberfläche aufgeklebt. Für einen sicheren Wind- und Nässeschutz wurde eine Nahtüberlappung von vier Zentimeter eingearbeitet und mit Heißluft fest verschweißt. Somit bleiben die Gebäudesubstanz sowie die vier Ebenen des Tiefbahnhofs vor negativen Wettereinflüssen geschützt.

Maria-Isabel Kiefer

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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