Seit knapp einem Jahr arbeitet man bei der Siegburger Wierig GmbH in der betrieblichen Organisation mit einer neuen Technologie: Mitarbeiter, die außerhalb des Unternehmensgeländes arbeiten, melden sich per Daumenabdruck auf der Baustelle an und ab.
Seit knapp einem Jahr arbeitet man bei der Siegburger Wierig GmbH in der betrieblichen Organisation mit einer neuen Technologie: Mitarbeiter, die außerhalb des Unternehmensgeländes arbeiten, melden sich per Daumenabdruck auf der Baustelle an und ab. Die Daten werden online ins Unternehmen übertragen und automatisch verarbeitet. Handgeschriebene Arbeitszettel gibt es seitdem nicht mehr.
Für Christoph und Stephan Wierig, Cousins und Junioren der Führungsmannschaft des Siegburger Familienunternehmens Wierig Dach + Wand, ist die Nutzung moderner Technik im Handwerk eine Selbstverständlichkeit.
Das mittelständische Unternehmen ist mit derzeit 85 Mitarbeitern bundesweit tätig. Spezialisiert hat sich der Betrieb auf Industriebedachungen und Dachsanierungen. Die Liste der Referenzen liest sich beeindruckend von der Messe Nürnberg, IKEA, Tchibo, Einkaufszentren bis hin zum Flughafen Köln-Bonn hat das Unternehmen zahlreiche namhafte Projekte realisiert.
Ende der Zettelwirtschaft
Neben einer Spezialabteilung "Profiltechnik" für Leichtbaukonstruktionen in den Bereichen Dach und Wand bietet Wierig auch Flachdachsanierungen im kleinen Maßstab an, etwa bei Balkonen, Terrassen und Bungalows. Mit der Dachinstallation von Photovoltaikanlagen und Dachbegrünungen kommen ökölogische Trends und der Wachstumsmarkt Solarenergie ebenfalls nicht zu kurz. Für die Mitarbeiter, die im Projektbereich auf Baustellen tätig sind, haben sich die Wierigs bereits vor einiger Zeit mit einem neuen Zeiterfassungssystem auseinandergesetzt. Die Baustellenzeiterfassung (BZE von PDS) sollte die bis dahin handgeschriebenen Arbeitszettel überflüssig machen.
Christoph Wierig: "Wie in vielen anderen Unternehmen wurden die Arbeitsstunden auch bei uns auf handgeschriebenen Zettel erfasst. Zum Wochen- oder Monatsende kamen die Zettel in die Buchhaltung und wurden im Lohnabrechnungssystem erneut erfasst. Man kann sich leicht vorstellen, was das bei unserer Mitarbeiterzahl für ein Aufwand war. Dabei ging es nicht nur ums nochmalige Abtippen. Manchmal fehlten Zettel, waren nicht lesbar oder es fehlten Angaben über die jeweilige Baustelle. Ich bin im Unternehmen auch für das Lohncontrolling verantwortlich und habe früher im Schnitt mehrere Stunden pro Woche mit der Prüfung und Zuordnung solcher Belege verbracht. Für alle Beteiligten unsere Mitarbeiter draußen und unsere Buchhaltung war das nicht befriedigend. Als wir dann von diesem neuen System hörten, haben wir als eines der ersten Unternehmen das System im Testlauf ausprobiert."
Knappe Ressource Arbeitszeit
Bereits vor zwei Jahren hatten die Wierigs ein Probegerät angeschafft. Zunächst sollte es darum gehen, Erfahrungen mit dem neuen System zu sammeln. Da es Vergleichbares in Kollegenbetrieben noch nicht gab, sollte die Funktionalität für die individuellen Anforderungen im Unternehmen geprüft werden.
Stephan Wierig: "Die Idee klang interessant, aber wir haben uns natürlich auch Gedanken über die Risiken gemacht. Etwa die Stabilität der Hardware auf der Baustelle, wie sicher die Fingerabdrücke erkennbar sind und wie zuverlässig die Datenübertragung funktioniert. Am Anfang haben wir daher mit nur einem Gerät gearbeitet und parallel unsere Arbeitszettel weitergeführt. In dieser Phase hatte es auch Ausfälle gegeben nun war es ja auch ein ganz neues System. Nach mehreren Updates des Hardwarelieferanten lief das System aber stabil, so dass wir bereits im letzten Jahr alle Kolonnen ausgestattet haben."
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe 16/2007.
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