Markt 2017-12-11T00:00:00Z Selters statt Sekt

Während im Bauhauptgewerbe zum Jahresende sogar Champagner gereicht werden darf, erreicht die wirtschaftliche Entwicklung im Dachdeckerhandwerk nur Selters-Niveau. Dass aber Mineralwasser auf Dauer deutlich gesünder ist als Alkohol, war nur eine Erkenntnis beim diesjährigen Dachkonvent in Berlin.

Als Treffen von hochrangigen Entscheidern aus der Dachbranche hat sich der Dachkonvent über die Jahre als Netzwerktreffen erfolgreich etabliert. Neben dem zwanglosen Austausch steht bei der traditionell zum Jahresende stattfindenden Veranstaltung immer die Frage im Raum, wie sich die Dachbranche insgesamt wirtschaftlich entwickelt hat. Nach der Begrüßung durch ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk, der aktuelle Projekte des ZVDH sowie die Nachwuchsplattform und den neu gegründeten Lenkungskreis Digitalisierung vorstellte, ging es mit Felix Finks Vortrag direkt in die Zahlen. Und die zeigen weiterhin eine zweigeteilte Situation, berichtete Fink.

Dachdecker haben verstanden

Bauwirtschaft und Bauhauptgewerbe

Wohin geht Europa?

Eine Blick aus der Vogelperspektive auf die europäische Entwicklung lieferte der Impulsvortrag von Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. Marx blickte dabei auf die Anfänge der „Erfolgsgemeinschaft Europa“ zurück und verdeutlichte ihre Errungenschaften – vom freien Binnenmarkt über das Wirtschaftswachstum bis hin zur Überwindung der Teilung Europas im Kalten Krieg. Die unbestreitbaren Vorteile des heutigen Europas werden aber zunehmend verdrängt von negativer Wahrnehmung der europäischen Gegenwart – Bürokratiemonster, Angst vor Überfremdung, Nationalismen. Nun stehe Europa am Scheideweg, konstatierte Marx und zeigte vier mögliche Zukunftsszenarien des „Hauses Europa“ auf, die die Friedrich-Ebert-Stiftung entwickelt hat. Marx plädierte für eine Abkehr vom einheitlichen Zusammenwachsen oder Auseinandergehen, es gehe vielmehr um gute Lösungen. Der Meisterbrief sei ein gutes Beispiel, wie sich eine nationale Lösung als Stabilitätsfaktor bewährt habe. Sein Fazit: „Wir brauchen nicht das Europa des kleinsten gemeinsamen Nenners, sondern ein Europa des Best Practice mit gemeinsamen Leitlinien.“

Fachregeln in BIM integriert

BIM- (Building Information Modeling) Prozess

Malte von Lüttichau

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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