2012-11-12T00:00:00Z Siegertypen für das Gewerk

Christopher Weiss heißt der beste junge Dachdecker Deutschlands. Beim Finale des Bundeswettbewerbs in Mayen setzte sich der Rheinland-Pfälzer gegen die Konkurrenz durch und fährt gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Patrick Wandt aus Niedersachsen zur Dachdecker-WM 2014 nach Bukarest.

Bundesentscheid im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks im Dach im Dachdeckerhandwerk - so kompliziert lautet der offizielle Titel des Wettbewerbs, bei dem in jedem Jahr um eine Frage geht: Wer ist der beste junge Dachdecker seines Jahrgangs? Die Antwort fiel 2012 eindeutig aus. Christopher Weiss aus Kaisersesch setzte sich im Wettbewerb gegen 7 Mitstreiter durch und ist Bundessieger 2012. Zweiter Bundessieger wurde Patrick Wandt aus Stade in Niedersachsen, den dritten Platz belegte Michael Weidek aus dem bayerischen Pocking.

Mehr Teilnehmer erwünscht

Enttäuschend für die Ausrichter und letztlich das Dachdeckerhandwerk war die dieses Mal wieder geringere Beteiligung an der Endrunde. Nur 8 Landessieger hatten für das Finale gemeldet - angesichts der Beliebtheit von Wettkämpfen, der öffentlichen Anerkennung für Berufsanfänger und reizvoller Marketingmöglichkeiten für den ausbildenden Betrieb eine bedenkliche Entwicklung. In drei Bundesländern konnten aufgrund zu geringer Punktzahlen keine Landessieger ermittelt werden. Für einen Sieg auf Landesebene und der Qualifikation für den Bundesentscheid benötigen die Teilnehmer die Mindestzahl von 162 Wertungspunkten von maximal 200 Punkten.

5 Landessieger traten aus persönlichen Gründen nicht an. Zum Teil wurden die Landessieger, nachdem sie nach ihrer Ausbildung den Arbeitgeber gewechselt hatten, von ihren neuen Betrieben nicht für Wettbewerb und Vorbereitung freigestellt.

3 Arbeitsproben bis zum Gewinn

Der Wettbewerb, der jeweils im Wechsel in der Bundesfachschule in Mayen und den organisationseigenen Dachdecker-Meisterschulen stattfindet, erstreckte sich über zwei Tage. Die acht Landessieger begannen am ersten Tag mit einer Arbeitsprobe nach Wahl, die in der Dachziegel- oder Schieferdeckung gewählt wurde. Gleich vier junge Dachdecker, darunter auch der Zweit- und der Drittplatzierte, entschieden sich dabei für folgende Aufgabe:

"Eingebundene Biberschwanzkehle, in der Doppeldeckung, Drei-Ziegel-breit, trocken verlegt, Ziegelformat 18/38."

Der 1. Sieger Christopher Weiss hatte sich für eine Schieferarbeit entschieden, er fertigte eine linke Hauptkehle (Sattelkehle) an einer Spitzgaube in Altdeutscher Schieferdeckung, mit Schwärmer eingebunden einschließlich eingebundenem Fuß und Ort an.

Tag 2 begann mit der Anfertigung der Gegenarbeitsprobe, bei der die jungen Dachdecker nachweisen, dass sie sich nicht nur in einem Spezialgebiet auskennen. Wer seine Hauptarbeitsprobe im Bereich Dachziegeldeckung absolviert hatte, musste nun eine Schieferaufgabe bewältigen und umgekehrt. Das Finale bildete schließlich die Anfertigung der für alle Teilnehmer gleichen, dritten Arbeitsprobe im Bereich Außenwandbekleidung. Die Aufgabe: Einlatten und Decken einer Außenwandbekleidung mit Faserzement-Dachplatten 20/40 cm in Gezogener Deckung in Klammertechnik mit Ausbildung einer Gebäudeaußenecke. Die Gebäudeaußenecke war dabei unter Verwendung von Metallnocken mit wechselseitig stumpf stoßend verlegten Faserzement-Dachplatten herzustellen.

Nach dem Aufräumen der Arbeitsplätze zog sich die Bewertungskommission unter dem Vorsitz von Dachdeckermeister Markus Schönfelder zur Bewertung zurück.

Malte von Lüttichau

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Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 24.2012.

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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