Beispielhaft für den Einsatz von Kunststoff-Dachbahnen an der Gebäudehülle ist der Neubau einer Kapelle auf dem Penkenjoch im Zillertal. Als dauerhafter Witterungsschutz musste hinter den Cortenstahlplatten eine entsprechende Abdichtung angeordnet werden. Die Wahl fiel auf eine Kunststoff-Dachabdichtung auf der Basis von Polyisobutylen (PIB).
Prägnante Fassade mit bestem Witterungsschutz
Gegründet auf einem Betonsockel, besteht die Kapelle ähnlich dem Granat aus zwölf Rhomben aus 120 mm starken Brettsperrholzplatten. Von außen sind die Fassadenflächen mit 300 mm breiten Cortenstahlplatten verkleidet, getrennt durch 10 mm breite Schattenfugen. Die Cortenplatten ruhen auf insgesamt 2.280 in der Tragstruktur verankerten Gewindestangen. Allein die Fassade wiegt 17 t, durch die Unterkonstruktion kommen nochmals 4 t hinzu. Um die Kapelle dauerhaft vor der Witterung zu schützen, musste hinter den Cortenstahlplatten eine entsprechende Abdichtung angeordnet werden.
Die Wahl fiel auf eine Kunststoff-Dachabdichtung auf der Basis von Polyisobutylen (PIB) mit integriertem Kunststoffvlies und einem industriell vorgefertigten Dichtrand des Herstellers FDT. Alle Abdichtungsarbeiten führten die Fachhandwerker der Ing. Robert Stadlmeyer Ges. m.b.H. & Co. KG Installationen – Bauspenglerei aus Zell am Ziller aus. Durch die rohstoffspezifische Zusammensetzung ist die Bahn in nahezu jeder abdichtungstypischen Anwendung einsetzbar und mit einer Kälteflexibilität bis minus 60 Grad Celsius vereinfacht sie die Verarbeitung und zeigt sich auch bei ungewöhnlichen Wetterkapriolen äußerst stabil und widerstandsfähig, was bei dem Objektstandort von wesentlichem Vorteil ist.
Sven-Erik Tornow
