2010-04-01T00:00:00Z Slalomfahrt mit Akkuschrauber

Auf dem Nürburgring konnten Teilnehmer aus elf verschiedenen Ländern ihre Rennleidenschaft ausleben. Geschicklichkeit und Teamarbeit waren bei den weiteren Disziplinen des Bosch-Challenge Cups gefragt.

Dachdeckermeister Achim Schneider aus Leichlingen wischt sich den Schweiß von der Stirn. Die Tribüne wackelt zwar noch etwas, doch das wird schon halten. An den Außenseiten müssen noch zwei Längsstangen eingedreht werden zum Schluss schrauben und drehen nur noch die Experten Zeit sparen ist die Devise. Zwei Dachdecker und ein Zimmerer bohren die letzten Schrauben ins Holz, die anderen Teilnehmer feuern an und drücken die Daumen: "Los, jetzt noch darüber tragen", gibt Schneider die letzte Anweisung. Mit einem Ruck heben die Handwerker die Tribüne hoch, gemeinsam schleppt das Team 2 das Modell auf einen Platz. Hier soll das finale Foto entstehen, mit allen Teilnehmern auf der Tribüne, natürlich ohne dass diese einstürzt. Alle sieben Teilnehmer sitzen, das Modell knirscht, doch es hält es ist geschafft: "Genau 31 Minuten und 42 Sekunden das ist Platz 3" verkündet ein Bosch-Mitarbeiter.

Akku-Leistung stoßfrei

Der Tribünenbau war nur eine von insgesamt vier Disziplinen, bei denen Handwerker aus elf Ländern ihr Können unter Beweis stellten. Dachdecker hatten das Glück beim diesjährigen Bosch-Event auf dem Nürburgring dabei zu sein, DDH verloste vier Plätze. Rund siebzig Teilnehmer maßen sich in den Disziplinen "Verschrauben auf Zeit", "Tribünenbau", "Formel Training und "Scooter-Slalomfahren". Vor dem Rennen und Bauen stand zunächst die Theorie in Vordergrund. Am Donnerstagmittag präsentierte Bosch den Fachjournalisten die neusten Produkte, vor allem die Akku-Bohrer 14,4 und 18 Volt sowie die kompakten Akku-Handkreissägen GKS 18 V-LI Professional und Akku-Säbelsägen GSA 18 V-LI Professional. Ein Vorteil der neusten Akku-Bohrer Generation im Praxistest: Die Bohrer können aus zwei Metern Höhe zu Boden fallen die Geräte bleiben stoßfrei ohne Dellen. Das intelligente "Strommanagement" ECP schützt den Akku vor Überlastung, Überhitzung und Tiefentladung. Das Plus der Lithium-Ionen-Akkus 14,4 V-LI Professional: Sie wiegen bei gleicher Leistung rund 40 Prozent weniger als Nickel-Akkus. Die Kraft der Akkus überzeugte die Teilnehmer nicht nur beim Wettschrauben an Wandtafeln, wo die Gruppen zweihundert Schrauben auf Zeit in der richtigen Reihenfolge reindrehen mussten. Die Taktik der meisten Teilnehmer: Ein Handwerker schraubt, die anderen suchen die nächste Zahl. Am Abend gab es dann den ersten theoretischen Vorgeschmack auf das Formel-Training. Experten vom Zakspeed-Rennteam informierten die Teilnehmer, wie die Rennwagen zu lenken und welche Sicherheitsaspekte unbedingt einzuhalten sind.

Highlight mit Formel Training

Am Freitagmorgen war es dann so weit. Alle formierten sich an der Rennstrecke, Teilnehmer der ersten Gruppe zogen sich die Sicherheitsanzüge und Helme an, krochen in die Formel Fahrzeuge und warteten auf das Kommando per Funk. Dann ging es los: Alle fuhren durch die Dunlop Kehre über die Schumacher Kurve drei Runden lang über die Grand Prix Strecke, der eine rasanter, der andere defensiver. Das Team, das am ehesten die optimale Drehzahl von zwischen 4.500 und 5000 Umdrehungen erreicht, gewinnt. Das Wichtigste: Alle Fahrer kehrten wohlbehalten zurück, die meisten waren begeistert. Dachdeckermeister André Gemkow aus Luth. Wittenberg: "Das war eine tolle Erfahrung wie der Wagen auf kleinsten Befehle reagiert."

Die finale Entscheidung fiel dann bei der abschließenden Offroad-Experience mit Bosch-Scootern. Die Handwerker staunten über die Leistung der Lithium-Ionen-Akkus, mit denen die Roller angetrieben wurden. Mit Geschick und Geschwindigkeit steuerten die Fahrer durch den Parkour hier überzeugten vor allem die spanischen Handwerker. Die schnellsten Fahrer benötigten weniger als eine halbe Minute, so auch Dachdecker und Motorsportexperte Denis Czornyckyi aus Wuppertal: "Ich bin als Kind viel Roller gefahren, das war hier für mich kein Problem". Am Schluss hatte das "skandinavische" Team die Nase deutlich vorn und freute sich über den ersten Platz beim Bosch Power Challenge 2008.

Dachdeckermeister Thomas Riedel aus Solingen abschließend: "Erstaunlich, über welche Kraft die Akku-Bohrer verfügen". Achim Schneider ergänzt: "Eine gelungene Veranstaltung mit einer guten Mischung aus Technik und Spaß". Weitere Fotos sehen Sie in unserem Fotoarchiv.

Lithium statt Nickel

Die Premium-Lithium-Ionen-Technologie von Bosch ist mit ihrer Akku-Laufleistung und der 400 Prozent längeren Lebensdauer nach eigenen Angaben anderen Akku-Technologien weit überlegen. Für die lange Lebensdauer sorgt die Electronic Cell Protection (ECP) von Bosch. Sie schützt den Akku sicher vor Überlastung, Überhitzung und Tiefentladung. Zudem ist der Akkupack so robust, dass er selbst einen Fall aus zwei Meter Höhe auf Beton voll funktionsfähig übersteht. Ein weiterer Vorzug der Premium-Lithium-Ionen-Technologie ist die Akku-Laufleistung durch die Bosch-Hochleistungs-Akkuzellen und das intelligente Strommanagement. Für geringe Energieverluste während des Ladevorgangs und während der Arbeit sorgen spezielle Zellen mit sehr niedrigem Innenwiderstand und der hochstromfähige Aufbau des Akkupacks. Das Ergebnis sind extrem belastbare Akkupacks mit hoher Leistungsfähigkeit. Zudem soll die Abstimmung der Elektronik mit Motor und Getriebe für eine hohe Effizienz des Antriebs sorgen. Ein Memory-Effekt bleibt dabei aus und die Akkus sind auch nach Monaten des Nicht-Gebrauchs einsatzbereit.

Johannes Messer

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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