Markt 2009-09-17T00:00:00Z Solider Spaß

Viele DDH Leser hatten sich an unserer Aktion beteiligt, Dachdeckermeister Christoph Sting aus Wilnsdorf war der Glückliche.

Viele DDH Leser hatten sich an unserer Aktion beteiligt, Dachdeckermeister Christoph Sting aus Wilnsdorf war der Glückliche. Er testete vier Wochen lang den Nissan Navara King Cab und stellte fest: Fahrspaß und Dachdeckertauglichkeit das passt gut zusammen.

Schon bei der Anfahrt nach Wilnsdorf wird klar das Los im diesjährigen Lesertest hat den Richtigen getroffen. Was die Reise auf der der A45 der "Sauerlandlinie" andeutet, bestätigt sich bei der Fahrt durch die 16.000-Einwohner-Stadt bei Siegen. Die Gegend am Rande des Rothaargebirges ist hügelig, das Gefälle der Straßen hoch. Die Einfahrt zu Christoph Stings Wohnhaus ist eine zehn Meter lange Rampe, die mindestens drei Höhenmeter überwindet.

Es überrascht daher nicht, dass sich Sting mit dem Thema Allrad und Pick-up auskennt. Seit fünf Jahren ist er in Besitz eines Toyota Hilux, seit einiger Zeit überlegt er, einen neuen Pick-up zu kaufen. Den Lesertest in DDH sah er als Gelegenheit, ein neueres Fahrzeug zu testen: "Ich muss eine Glücksträhne gehabt haben kurz bevor Ihr Anruf kam, hatte ich einen Gutschein bei einem Gewinnspiel gewonnen."

Der Betrieb mit acht Mitarbeitern ein weiterer Meister, fünf Gesellen und zwei Lehrlinge benutzt derzeit drei Fahrzeuge: Neben dem Pick-up sind zwei LKW im Einsatz. Den Pick-up nutzen die Mitarbeiter hauptsächlich für Reparaturfahrten. "Ein kleinerer Betrieb kann einen Pick-up als Hauptfahrzeug nutzen, allerdings sollte dann ein Anhänger zur Verfügung stehen. Ohne Hänger ersetzt ein Pick-up einen kleinen Pritschenwagen." Allradfahrzeuge sind Tradition bei Sting seit über zwanzig Jahren nutzt er den Vierradantrieb verschiedener Marken: "Wir haben schon auf Baustellen gearbeitet, die unsere Dachdecker nur mit Allradler und Anhänger erreicht haben. Derartige Härtetests hatte der Navara in den vier Sommerwochen nicht zu überstehen. Sting lobt das Fahrwerk und den 2,5 Liter Turbodiesel-Motor des Nissan: "Das Auto fährt sich komfortabel und zieht richtig gut an." Den Spritverbrauch findet er angemessen: "Ich habe durchschnittlich 12,5 Liter verbraucht, damit lag der Wagen etwas über dem angegeben Durchschnittsverbrauch, der vermutlich in ebeneren Gegenden ermittelt wurde. Angesichts des durchzugsstarken 170 PS-Motors und des hohen Eigengewichts eine vertretbare Menge, findet Sting.

Schutzbedürftiger Ladezonenlack

Für zu klein hat Sting den Fond des Navara befunden. Auf den Rücksitzen findet die Handwerkertasche zwar bequem Platz, für Fahrgäste sind sie zu klein: "Mehr als zwei Personen würde ich nicht mitnehmen." Einen vollwertigen Fünfsitzer bietet der Hersteller unter dem Modellnamen "Double Cab" an, allerdings verkürzt sich die Ladefläche bei diesem Modell. An seine Grenzen stößt der Navara auch bei der Beladung: "Die Seitenkanten der Ladestreben sind lackiert und damit sehr empfindlich. Beim Beladen haben wir uns sehr zurückgehalten, um den Lack nicht zu beschädigen. Ein einfacher Schutz, wie die Kunststoffummantelung an der Ladeklappe würde schon ausreichen." Während der Navara hier eher für die private Nutzung ausgestattet ist, traf der Innenraum den Geschmack des Dachdeckers. Sting lobt das "robust" anmutende, funktionelle Design des Cockpits und findet die technischen Extras der LE-Ausführung unter anderem das eingebaute Navigationssystem und die Bluetooth-Verbindung zum Mobiltelefon sinnvoll gewählt. Lobend erwähnt Sting noch die Qualität der Sitze, die auch guten Halt bieten, wenn es temporeicher in die Kurven geht. Der Navara reagiert bei sportlicher Fahrweise mit einem Pick-up-typischen Verhalten, wie Sting feststellt: "Wie mein jetziger Wagen neigt der Nissan dazu, bei hoher Kurvengeschwindigkeit am Heck etwas auszubrechen." Man hört, der Mann hat den Wagen einem ordentlichen Test unterzogen. Unter dem Strich ist Christoph Sting sehr zufrieden, mit der Leseraktion wie mit dem Testfahrzeug, das in die engere Wahl für seinen nächsten Fahrzeugkauf gekommen ist.

Fazit: Für unseren Lesertester Christoph Sting fiel das Urteil klar aus im bergigen Siegerland spielt der Nissan Navara seine Stärken voll aus. Für Flachländer ist der Pick-up vor allem als Zweitfahrzeug eine interessante Wahl. Leichte Abstriche in der Dachdeckertauglichkeit trüben das positive Fazit nicht. Mit zusätzlichen Schutzschienen an den seitlichen Ladestreben wäre das Fahrzeug harten Handwerkeransprüchen gewachsen.

Vorschläge zu Fahrertests

Wir bedanken uns für die vielen Zuschriften. Die rege Teilnahme zeigt es der Fahrzeugtest kommt an beim DDH Leser. Daher werden wir auch im nächsten Jahr einen Lesertest durchführen und möchten Sie frühzeitig daran beteiligen: Welchen Fahrzeugtyp wollen Sie im nächsten Jahr testen? Schicken Sie Ihre Vorschläge an: red.ddh@rudolf-mueller.de

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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