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Vorsicht vor der Sonne. Klettert das Thermometer auf über 30 Grad, sind Maßnahmen, um die Belastung der Arbeitnehmenden zu reduzieren, laut ASR für Arbeitgebende verpflichtend. Ab 35 Grad Raumtemperatur spricht man dann von einer sogenannten Hitzearbeit – hier werden dann spezielle Schutzvorkehrungen nötig. Foto: DDH

Arbeitssicherheit

5. June 2019 | Teilen auf:

Sommerhitze verpflichtet

Der Sommer ist da und mit ihm teilweise anstrengende Hitzezeiten auf der Baustelle. Damit die Sommerhitze die Gesundheit nicht gefährdet, haben Dachdecker-Unternehmen einige Pflichten, um ihre Mitarbeitenden zu schützen.

Im Gegensatz zu Schüler*innen haben Arbeitnehmende kein Recht auf Hitzefrei ab einer bestimmten Außentemperatur. Dennoch gibt es einige rechtliche Regelungen für Arbeitgeber, um ihre Mitarbeiter*innen vor Hitze und den gesundheitlichen Folgen zu schützen. § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) schreibt Arbeitgebenden beispielsweise vor, die Arbeitsstätte so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden wird. Zusätzlich müssen sie laut § 5 ArbSchG in Verbindung mit § 3 der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und in der Folge geeignete Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft ergreifen. Konkreter werden die technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR): Sie besagen unter anderem, dass die Lufttemperatur in Arbeits- und Sozialräumen 26 Grad nicht überschreiten soll (ASR A3.5, Punkt 4.3 Abs. 2). „Ansonsten sind die Räume mit geeigneten Sonnenschutzmaßnahmen auszustatten, um die Gesundheit der Belegschaft zu schonen und beispielsweise einem Kreislaufzusammenbruch vorzubeugen“, so Dr. Dominic Herrmann von der Nürnberger Versicherung. Klettert das Thermometer auf über 30 Grad, sind Maßnahmen, um die Belastung der Arbeitnehmer*innen zu reduzieren, laut ASR für Arbeitgebende verpflichtend. Ab 35 Grad Raumtemperatur spricht man dann von einer sogenannten Hitzearbeit – hier werden dann spezielle Schutzvorkehrungen nötig.

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zuletzt editiert am 03.01.2023