Wenn Wanderer, Mountainbiker oder Skifahrer im bayerischen Wald rund um den Geißkopf und im Graflinger Tal in Not geraten, dann kommen meist die ehrenamtlichen Helfer von der Bergwacht Deggendorf zum Einsatz.
Damit sie auch künftig gute Ersthilfe leisten können, bauen die Bergretter zurzeit ein neues Bergwachthaus auf rund 830 Höhenmetern. Eine Funkzentrale und ein Behandlungsraum finden hier ihren neuen Platz. „Das alte Gebäude ist schon in die Jahre gekommen und viel zu klein. Wenn die Notärzte mehrere Verletze gleichzeitig behandeln müssen, stehen sie sich dort schon mal auf den Füßen“, erklärt Jürgen Schink. Der Einsatzleiter und Gerätewart bei der Bergwacht Deggendorf und seine Kollegen versorgen an einem Wochenende im Durchschnitt circa fünf Verletzte. Nicht selten müssen sie Verletzungen wie Platzwunden, Brüche, Schnittverletzungen und Abschürfungen parallel behandeln.
Großzügige Unterstützung für die Bergwacht
Um die neue Bergrettungswache realisieren zu können, verrichtet ein freiwilliges Team der Bergwacht die Bauarbeiten weitestgehend selbst. „Bei den Materialien sind wir allerdings auf Hilfe angewiesen. Deswegen haben wir Unternehmen gebeten, uns Baustoffe und Geräte zur Verfügung zu stellen“, erzählt Schink. „Der Dachziegel- und Schornsteinproduzent, die ERLUS AG, hat uns die Ziegel, Ortgänge, Firste und Sturmklammern gespendet, wir haben sie verarbeitet“ Vor Wind und Wetter schützt die Helfer und Verletzten jetzt das Dach mit rot engobierten ERLUS Großfalz XXL Flächenziegeln. Um Sturmschäden zu vermeiden haben die ehrenamtlichen Helfer zudem die Ziegel mit der ERLUS Universalsturmklammer II gesichert.
Auch zwölf weitere Unternehmen unterstützen das Projekt mit Sach- und Geldspenden. Im kommenden Frühjahr soll die neue Bergrettungswache fertiggestellt sein. Von dort aus können dann die Einsatzleiter Rettungs- und Suchaktionen koordinieren. Auch um die Verletzten zu versorgen wird das Team von rund 60 Bergwachtmännern und -frauen im neuen Gebäude mehr Platz haben. Darüber freut sich auch Schink: „Es ist schön, dass die Bergwacht so unterstützt wird und dass es uns gelungen ist, für dieses Projekt so viele Sponsoren zu finden.“