Bei Sanierungen müssen in der Regel die Altdachflächen komplett abgerissen oder bei einer Oberflächenregeneration egalisiert werden. Zunächst wird geprüft, ob das vorhandene Dachschichtenpaket erhalten bleiben und in den neuen Dachaufbau integriert werden kann. Wir stellen Maschinen und Geräte vor.
Oft muss komplett saniert werden, wenn etwa alte Wärmedämmschichten auf organischer Basis vorhanden sind. Diese sind sie häufig verrottet oder total durchnässt und haben ihre Dämmwirkung fast verloren. Dann kommen Dachschneider und Abräumgeräte zum Einsatz. Der Zeitaufwand gegenüber dem manuellen Abriss mit Spitzhacke und Schaufel kann durch den Einsatz von Maschinen um bis zu dreißig Prozent reduziert werden. Zur Vereinfachung von Abrissarbeiten sind Dachschneider ideal. Die Geräte wiegen 90 bis 120 kg. Der Antrieb erfolgt mit Benzinmotor oder elektrisch. Die Schnitttiefe und -breite kann eingestellt werden. Bis zu hundert Millimeter dicke Dachaufbauten können in einem Arbeitsgang in fünfzig bis sechzig cm. breite Streifen zerschnitten werden. Ein dreilagiger Abdichtungsaufbau mit fünfzig Millimeter Dämmstoff und Bitumenbahnen lässt sich so mit einer Vorschubgeschwindigkeit von bis zu 2.200 Meter pro Stunde mühelos zertrennen.
Rütteln ohne Kraftaufwand
Gegenüber dem Einsatz von Beil, Hacke und Schaufel wird ein gerader Schnitt ausgeführt. Außerdem sind die Mitarbeiter einer wesentlich geringeren Staub- und Schmutzbelastung ausgesetzt. Auch ermüden sie deutlich weniger.Danach kommen die Dachräumer oder -stripper zum Einsatz. Sie trennen die alten Dachbeläge maschinell vom Untergrund. Die Dachräumer dringen mit ihrer Spitze, dem Rüttelkamm, unter den Dachbelag und lösen ihn durch Rüttelbewegung und Vortrieb über die Räder automatisch ohne Kraftanstrengung der Mitarbeiter. So lassen sich problemlos 200 bis 400 m² pro Stunde vom Untergrund lösen und in handliche Stücke zerteilen.
Löcher für die Feuchtigkeitsabfuhr
Bitumenbahnen mit Rohfilzeinlage saugen bei Beschädigung der dichtenden Bitumenschicht wie ein Schwamm Feuchtigkeit auf. Um den Dämmstoff auf dem Dach zu erhalten, muss er trocken sein. Deshalb muss die Feuchtigkeit schadlos abgeführt werden. Das gilt auch, wenn nur punktuell auf wenigen Quadratmetern eine hohe Feuchte im Dämmstoff festgestellt wird. Hierfür sollte die Altfläche perforiert und eine neue Dachhaut als Dampfdruck-Ausgleichsschicht aufgebracht werden. Diese muss punkt- oder streifenweise verklebt werden. Komfortabel lassen sich dabei beispielsweise Bahnen mit eingebauten Therm-Streifen verarbeiten. Für eine ausreichende Perforation wurden Lochgeräte entwickelt, die mit jedem Arbeitshub circa sechs Löcher mit einem Durchmesser von 15 mm auf einer Arbeitsbreite von etwa achtzig Zentimeter bohren.