4 Zukunftstrends zeigen Experten auf der DACH+HOLZ International 2020. Foto: GHM

DACH+HOLZ

25. September 2019 | Teilen auf:

Trendmap Handwerk 2025

25 Trends für 2025 nimmt die „Trendmap Handwerk“ in den Blick. Was sie für das Handwerk bedeuten, erfahren Besucher auf der DACH+HOLZ International vom 28. bis 31. Januar 2020 auf dem Messegelände Stuttgart.

Drohnen

Trend 1: Building Information Modeling (BIM)

Building Information Modeling, kurz BIM


Trend 2: Cultural Fit

Cultural Fit beschreibt die Übereinstimmung in Arbeitsweisen und Betriebskultur zwischen Bewerbern und Arbeitgebern, Mitarbeitern und Betrieb. Denn entscheidender als Lebenslauf und berufliche Qualifikation werde künftig sein, ob ein Bewerber zur Unternehmenskultur passt, so Wippermann. Treffen innerhalb des Unternehmens unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander, führe das zu Konflikten mit negativen Auswirkungen beispielsweise auf die Produktivität. Auch für potenzielle Mitarbeiter spiele Cultural Fit eine wichtige Rolle: „Die Young Professionals der Generationen Y und Z wollen einen Arbeitgeber, der zu den eigenen Wertvorstellungen passt, und eine Tätigkeit, die sie als sinnstiftend empfinden“, sagt der Trendforscher. Familiengeführte Handwerksunternehmen seien dabei oft im Vorteil, da sie auf Vertrauen und langfristige Perspektiven setzten. Die Erwartungen der potenziellen Mitarbeiter an die Arbeitgeber sind übrigens schon bei der ersten Kontaktaufnahme entscheidend. Da sie für die Jobsuche vor allem das Smartphone nutzen, springe jeder zweite Kandidat ab, wenn Stellenanzeigen und Karriereseiten nicht mobil angepasst sind. Im Rahmen des Nachwuchs- und des Digitalisierungstags auf der DACH+HOLZ International werden die Erwartungen der Young Professionals vorgestellt und gezeigt, wie das Handwerk hier punkten kann.


Trend 3: Employer Branding

„Machen Sie Ihr Unternehmen zur Marke“, rät Trendforscher Wippermann. Gerade wenn es darum geht, neue Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter an sich zu binden, sei die Bildung einer Arbeitgebermarke, , strategisch entscheidend. „Guten Leuten muss man etwas bieten, damit sie kommen, oder bleiben“, sagt Wippermann. Dabei ginge es vielfach nicht um ein hohes Gehalt, imposante Jobtitel, Statussymbole oder Macht. Für viele Menschen gewinnen andere Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers an Bedeutung: Autonomie, Gestaltungsfreiheit, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, ein inspirierendes und kollegiales Arbeitsumfeld, Weiterentwicklung sowie das Gefühl, mit der eigenen Arbeit etwas zur Entwicklung des Unternehmens beizutragen. Eine starke Arbeitgebermarke mit der sich die Mitarbeiter identifizieren, erhöhe auch die Leistungsbereitschaft, so Wippermann. Bei der Suche nach neuen Mitarbeitern gelte es natürlich auch, die Arbeitgebermarke über Fachmagazine, Social Media, Businessnetzwerke und eine aussagekräftige Website sichtbar zu machen.


Trend 4: Silver Worker

Vom Silver Surfer zum Silver Worker: Menschen im besten Alter sind für Unternehmen nicht nur eine spannende Zielgruppe als Konsumenten, sie gewinnen auch als Arbeitnehmer an Bedeutung. Immerhin werden schon 2030 mehr als ein Viertel der Deutschen über 65 Jahre, die Hälfte über 48 Jahre alt sein. Sogar Arbeiten jenseits der 70 werde sich langsam durchsetzen, so Wippermann. Nach Angaben des Europäischen Statistikamts Eurostat habe sich der Anteil der berufstätigen Senioren seit der Jahrtausendwende mehr als verdreifacht. 2016 arbeiteten hierzulande 1,4 Millionen Rentner. Wichtigste Motivation seien Spaß an der Arbeit, Geldverdienen und Kontakt zu anderen Menschen, berichtet der Trendforscher. Ebenso wie die Lebenserwartung steigt auch die Fitness der Senioren. Zudem erleichtert die Digitalisierung die Arbeit in Berufen mit starkem Körpereinsatz. So bieten im Handwerk neue Werkzeuge und Hilfsmittel vom Cobot bis zur Drohne neue Perspektiven. Sie erfordern allerdings gleichzeitig Neugier und Lust am Lernen. Wer diese hat, kann auf der DACH+HOLZ International einige der neuen Tools erleben und sich darüber informieren. Schließlich werde es für das Handwerk künftig auch darauf ankommen, die Chancen zu nutzen, die in den Fähigkeiten der Mitarbeiter als Silver Worker liegen.