Die Dachdeckerinnung Karlsruhe blickt optimistisch in die Zukunft. „Der Auftragsbestand ist in den vergangenen sechs Monaten in den meisten Betrieben gewachsen“, betonte Obermeister Bodo Radke in der Jahreshauptversammlung.
Laut Radke ist die Zahl der Auszubildenden im baden-württembergischen Dachdeckerhandwerk gesunken. „Wir müssen uns dringend um Nachwuchs kümmern“, rief Radke den Mitgliedern zu. Vorstandsmitglied Alex Sussmann berichtete von der Messe „Einstieg Beruf“, die eine sehr gute Besucherzahl erreicht habe. Kreishandwerksmeister Friedrich Hoffmann bot den Dachdeckern an, auf der nächsten Messe gemeinsam an einem größeren Handwerker-Stand um Nachwuchs zu werben. Angedacht seien „lebende Werkstätten“ sowie Lehrlinge als Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler. Denn diese fänden leichter Zugang zu den Jugendlichen.
Hans-Peter Kistenberger, Landesinnungsmeister des baden-württembergischen Dachdeckerhandwerks, skizzierte die aktuelle Handwerkspolitik. Dabei ging er auch auf Solounternehmen ein, die keine lohngebundenen Abgaben leisten würden. Mit einem Vortrag über „Mobile Zeiterfassung im Dachdeckerbetrieb: Zukunft oder impraktikabel?“ endete die Jahreshauptversammlung.