2012-05-21T00:00:00Z Vollzeit für den Nachwuchs

Bereits seit Jahren legen die Bayerischen Dachdecker viel Wert auf Nachwuchsarbeit. Mit Jürgen Lehner als hauptamtlichem Jugendbeauftragten wird das Werben um Jugendliche noch professioneller.

Wenn Jürgen Lehner von seiner Arbeit als Jugendbeauftragter spricht, fallen deutliche Worte: "Der Kampf um die Auszubildenden", sagt Lehner, "hat voll begonnen." Auf Messen, in Schulen und in vielen Gesprächen erfährt er, welche "Materialschlacht" viele Firmen und Berufsgruppen mittlerweile um die schrumpfende Zahl von potenziellen Bewerbern führen wird.

Umso sinnvoller erscheint daher die Entscheidung in Bayern, mit einem hauptamtlichen Jugendbeauftragten in das Rennen einzusteigen. Seit September 2011 ist Lehner, Dachdecker- und Zimmerermeister und eigentlich Ausbilder im Kompetenzzentrum Dachtechnik Waldkirchen e. V., nun als Jugendbeauftragter tätig. Seit dem hat er eine Menge bewegt. Grundsätzlich sieht sich Lehner als Schnittstelle zwischen Schülern, Eltern und Dachdeckerbetrieben. Konkret bedeutet das vor allem eine starke Präsenz bei verschiedenen Veranstaltungen und in Schulen.

Immer dabei: die Lebendige Werkstatt

Dazu gehört zum Beispiel die mehrtägige Präsenz auf der Sonderschau "Young Generation" auf der Internationalen Handwerksmesse in München. Dazu gehören aber auch immer häufiger Schulbesuche mit seiner "Lebendigen Werkstatt", einem Auto mit voll ausgestattetem Anhänger im Look der ZVDH-Nachwuchskampagne. Interessierten Jugendlichen bietet Lehner damit ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich dem Dachdeckerhandwerk zu nähern. Bereits konkret am Beruf Interessierte können Folien schweißen, Nägel schlagen oder ein Biberdach decken. Für alle anderen hat Lehner ein Angebot im Gepäck, das sich an der ZVDH-Nachwuchskampagne orientiert: Spielerisch können die Jugendlichen beim Playstation-Spiel, am Fingerboardpark oder beim Gewinnspiel eventuelle Berührungsängste abbauen.

Ziel der umfangreichen Ausstattung ist es zunächst, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu wecken und die Gelegenheit zu bekommen, sie anzusprechen. Das gelingt: "An vielen Ständen erhalten die Jugendlichen nur Broschüren in die Hand gedrückt, bei uns können sie etwas erleben und ausprobieren." Den Kontakt zu Schulen baut der Dachdeckermeister systematisch aus er folgt Einladungen, kontaktiert die Bildungsstätten aber auch aktiv, um das Dachdeckerhandwerk vorzustellen. Das Angebot reicht dabei von der 45-minütigen Powerpoint-Präsentation bis zum Aktionstag.

Malte von Lüttichau

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe DDH 10.2012.

zuletzt editiert am 14. Januar 2021
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