Abschied und Neubeginn wurden bei der Verabschiedung des langjährigen Roto-Vorstands Erich Rosenkranz feierlich zelebriert. Vor 300 Gästen wurde die Lebensleistung des zukünftigen Pensionärs stilvoll gewürdigt.
Zum Abschluss gab es eine knapp zehnminütige Lasershow mit persönlichen Wünschen für die Hauptperson: Ende April verabschiedete die Roto Frank AG den für die Division Dach- und Solartechnologie verantwortlichen Vorstand Erich Rosenkranz in den Ruhestand. Rund 300 Gäste aus dem In- und Ausland waren dazu in die Bad Mergentheimer Wandelhalle gekommen. Repräsentanten aus Politik, Kommunen, Schulen, Vereinen, Banken, Verbänden und Presse gehörten ebenso dazu wie Vertreter von Kunden, Lieferanten, Industriepartnern und dem Unternehmen selbst. Sie erlebten, wie es heißt, nicht nur eine "stilvolle Abschiedsfeier", sondern auch ein "herzliches Willkommen" an Christoph Hugenberg, der die Geschicke des Herstellers von Wohndachfenstern und Solarsystemen nun leitet.
"Obwohl Sie in rechtlicher und formaler Hinsicht ein ‚Fremdmanager’ waren, haben Sie stets wie ein Eigentümer gehandelt und gefühlt." So charakterisierte Dr. Michael Stahl als Aufsichtsratsvorsitzender der Roto Frank AG die 35-jährige Tätigkeit von Rosenkranz. Er habe damit sein ganzes Berufsleben bei dem in Familienbesitz befindlichen Bauzulieferer verbracht und die Sparte Dach- und Solartechnologie zu ihrer heutigen Marktbedeutung geführt. Sie erziele mit gut 700 Mitarbeitern am Standort in Bad Mergentheim und knapp 1.400 Beschäftigten weltweit einen Jahresumsatz von zuletzt über 200 Mio. Euro.
Auch die positive Entwicklung des Unternehmens sei untrennbar mit dem Namen des gelernten Werkzeugmachers und Maschinenbau- Technikers verbunden. Sie schlage sich u. a. in den 2010 erhaltenen Auszeichnungen "Beste Fabrik Deutschlands" und "Fabrik des Jahres" nachweisbar nieder.
"Unglaubliche Zähigkeit"
Rosenkranz stehe außerdem für die konsequente Partnerschaft mit Fachhandel und Fachhandwerk. Wesentliche Tugenden und zugleich Triebfedern des heute 60-Jährigen seien Beharrlichkeit, Intelligenz, Neugier, Kundenorientierung, Arbeitseifer, Führungsstärke, Bodenständigkeit und vor allem eine "unglaubliche Zähigkeit". Als "verdienten Erfolg" bezeichnete Stahl die Berufung in den Roto-Vorstand im Jahre 2000 und die anschließende dreimalige Vertragsverlängerung. Als Nachfolger und neuen Chef der Division Dach- und Solartechnologie stellte Stahl Christoph Hugenberg offiziell vor. Der 46-jährige Vorstand komme aus den eigenen Reihen. Für seine neue Aufgabe wünschten ihm der Aufsichtsrat und die übrigen Vorstandskollegen "viel Erfolg und auch das Glück des Tüchtigen".
Dem schloss sich Rosenkranz in seiner Dankesrede an. Er blicke auf eine "tolle Zeit bei Roto" zurück, die ohne die gewachsene partnerschaftliche Kooperation mit Handel, Handwerk, Fertighaus-Industrie und Zulieferern auf der einen Seite und die engagierte Unterstützung der Mitarbeiter sowie der Führungskräfte auf der anderen Seite nicht möglich gewesen wäre. Rosenkranz erinnerte an den Beginn seiner Tätigkeit im Unternehmen. Firmengründer Wilhelm Frank, der ihn 1977 einstellte, habe ihn "als Mensch und Unternehmer außerordentlich geprägt und beeindruckt".
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 10/2012.