Im Mittelpunkt der diesjährigen Vollversammlung standen satzungsgemäß Wahlen für Vorstand und Delegierte der Dachdecker-Innung Dresden an.
In seinem Rechenschaftsbericht ging Obermeister Henry Miertschink ausführlich auf die Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen für das Dachdeckerhandwerk ein. Viele Betriebe sehen sich mit einen massiven Auftragseinbruch und weiter sinkenden Angebotspreisen konfrontiert. Von den Politikern fordert Miertschink endlich einfache und praktikable Rahmenbedingungen sowie gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber Einmannbetrieben oder Hausmeisterdiensten. "Mindestlohn ja, aber dann für alle Beteiligten", sagte Henry Miertschink. Besonders kritisch sieht er die Abgaben an die BG Bau, die eine weitere Belastung billigend in Kauf nimmt und so auch noch verunfallte Schwarzarbeit finanzieren. An die Adresse der Kommunen gerichtet, wünschen sich die Mitglieder, dass endlich Dumpinganbieter mit unseriösen Angeboten auszuschließen sind und seriösen Handwerksunternehmen durch konsequente Anwendung des Sächsische Vergabegesetzes eine faire Chance gegeben wird.
Dennoch sieht Miertschink besonders für Innungsbetriebe berechtigte Chancen die Zukunft mit folgenden Themen zu meistern: Aggressives Marketing, fachkompetente Beratung zur Wärmedämmungen, sowie Solar und Fotovoltaik. Mit Applaus aufgenommen die Grußworte von Ehrenobermeister und Präsident der HWK Claus Dittrich , der über seine handwerkspolitische Arbeit berichtigte und insbesonders auf die Zusammenarbeit und die Unverzichtbarkeit von Innungen, Verbände und Kammern einging. Dass auch Beamte handwerksverbunden sein können, bewies Landespolizeipräsident Bernd Merbitz eindrucksvoll. Nach Entlastung des Vorstandes erhielt Obermeister Henry Miertschink zugleich stellvertretender Landesinnungsmeister erneut das Vertrauen zur Führung der 123 Mitglieder zählenden Innung. Auch den bisherigen Mitgliedern des Vorstandes wurde das Vertrauen erneut ausgesprochen.