News 2014-03-07T00:00:00Z Wegen Überfüllung geschlossen

Dass die Münchener Dachtage seit nunmehr 21 Jahren ein „Erfolgsmodell“ sind, ist keine neue Nachricht. Doch die 21. Ausgabe dieser Fachveranstaltung stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. Obermeister Josef Frank und sein Team der Dachdecker-Innung München-Oberbayern. konnten mit rund 230 Teilnehmern am Mittwoch, den 26. Februar 2014 einen Rekord melden.

Großes Publikum verdient große Themen. Die Reihe der Referate startete der Dachdecker- und Spenglermeister und ö. b. u. v. Sachverständige Florian Geyer mit seinem Vortrag über das Blechdach. Die Dachtag-Besucher – von Dachdeckern über Spengler bis zu Architekten – führte Innungsvorstand Geyer auf die Reise von der Historie des Blechdaches über die Entwicklung der Fachregeln, an denen er maßgeblich beteiligt war, bis zur praktischen Anwendung dieser Regeln bei der Ausführung. Ebenso „weihte“ er die Teilnehmer in die materialspezifischen „Geheimnisse“ der unterschiedlichen Bleche ein. Und wer könnte bessere Hinweise zur Planung und Ausführung dieser Dachdeckung geben als Florian Geyer?

Um Recht und Unrecht ging es beim nächsten Referenten, Dietrich Weder. Der Vorsitzende Richter am Landgericht München I und Experte für ziviles Bau- und Architektenrecht stellte fest, dass „am Ende immer die Quote“ steht, so der Titel seines Vortrags, in dem er aus dem „juristischen Nähkästchen“ berichtete. In Bauprozessen um Mängel geht es stets um die Fragen, wann Baubeteiligte als Gesamtschuldner haften, wie sich Gesamtschuldner im Innenverhältnis ausgleichen und wie letztendlich die Gerichte die Quoten festlegen. Als Schlichter und Schiedsrichter, Ausbilder für Fachanwälte und Sachverständige und Mitglied im Arbeitskreis „Verfahrensmanagement im Baurecht“ verdeutlichte er den Tagungsteilnehmern, wie Gerichte Recht sprechen, auch wenn dies manches Mal Beteiligten Betroffenen und Geschädigten nicht leicht als Entscheidung „im Namen des Volkes“ zu vermitteln ist.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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