News 2010-04-27T00:00:00Z Weiterhin sonnige Aussichten

Die Solar-Branche boomt auch weiterhin, von Krise war auf der diesjährigen Intersolar in München keine Rede. Zahlen, Preise, Innovationen lesen Sie, was die drei Messetage den Besuchern boten.

Andere Wirtschaftszweige blicken neidisch auf die Solarbranche. Viele Solar-Hersteller und Anbieter verzeichnen immer noch steigende Absatzzahlen. Das bewies auch die diesjährigen Intersolar, zum zweiten Mal in München. Der überwiegende Teil der Solarunternehmen rechnet immer noch mit einer Marktbelebung und erwartet in den nächsten Jahren ein starkes Marktwachstum. Ursachen für den Optimismus seien ein nahezu ungebrochenes Verbraucherinteresse, gesunkene Preise für Solarstromanlagen und eine Vielzahl neu geplanter Förderprogramme für den Ausbau der Solarenergie. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) anlässlich der Eröffnung der Intersolar in München bekannt. Das Interesse der Solarexperten ist somit ungetrübt. Ob Architekten, Installateure, Dachhandwerker oder interessierte Bauherrn der Andrang in den neun Messehallen der neuen Messe München war groß. Fast 60.000 Besucher kamen an drei Tagen zur Intersolar 2009. (2008: rund 52.000) Die Zahl der Aussteller stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa dreißig Prozent auf mehr als 1400. "Nie zuvor hatten wir mehr Aussteller, Besucher, Medienvertreter und Nationen auf der Intersolar. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage freuen wir uns ganz besonders über den positiven Verlauf", so Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, einem der beiden Veranstalter der Intersolar.

Internationale Intersolar

Der Umzug von Freiburg nach München hat der Messe gut getan, die Anfänge als vorwiegend Solarfreaks in Birkenstocksandalen über die Messe liefen, sind lang vorbei. Deutlich wurde in München auch: Die Intersolar ist eine internationale Messe. Viele ausländische Besucher bestaunten die Entwicklungen im Bereich Solarthermie und Photovoltaik. Jeder zweite Messebesucher kam aus dem Ausland - allein zweihundert Aussteller aus China. Die Internationalisierung, so Georg Salvamoser, Präsident Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW), sorge allerdings für fallende Preise und einen härteren Konkurrenzkampf. Dennoch geht die Sonnnenbranche davon aus, dass Vorjahreswachstum leicht zuübertroffen. Dachdeckermeister und Zimmermeister Fritz Glauner kam nicht aus China, für ihn war die Anreise aus Birkenfeld bei Pforzheim kürzer: "Für mich hat sich der Besuch der Intersolar gelohnt. Ich habe viele neue interessante Anwendungen und Produkte gesehen, außerdem neue Technologien. Besonders gut hat mir die Unterteilung der Hallen nach Themen gefallen".

Kampf gegen die Schatten

Für die Dachbranche waren Unternehmen wie Roto, Alwitra oder Flender Flux in München vertreten und zeigten ihre Neuigkeiten. Zahlreiche Innovationen, vor allem aus dem PV-Bereich, interessierten die Besucher. Zum Beispiel das Produkt Solar-Magic. Mit ihm verspricht der US-Elektronikkonzern National Semiconductor, das Problem des Schattenwurfs auf den Solarpaneelen zu lösen oder zumindest zu minimieren. Der Anbieter demonstrierte das Gerät und tatsächlich: Die "Black Box" verringert den durch Schattenwurf hervorgerufenen Energieverlust beträchtlich. "Insgesamt können wir damit die Energieausbeute eines Systems bis zu dreißig Prozent und mehr steigern", so der Hersteller.

Johannes Messer

zuletzt editiert am 14. Januar 2021
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