Klebeverbindungen auf der Baustelle werden durch Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind beeinflusst. Bei niedrigen Temperaturen bewegen sich die Atome oder Moleküle eines Klebebandes deutlich weniger; der Klebstoff wird damit härter und somit weniger klebrig.
Außerdem kann die Feuchtigkeit im Untergrund höher sein als bei wärmeren Temperaturen, was wiederum die Verklebung beeinflusst. Auch die Luftfeuchtigkeit ist in Betracht zu ziehen - z. B. beim Abbinden von pastösen Klebemassen auf Dispersionsbasis. Das als Lösemittel in der Masse vorhandene Wasser kann mit zunehmender Luftfeuchtigkeit immer weniger ausdiffundieren. Als Ergebnis bindet die Masse nur stark verzögert ab.
Auch Klebebänder können sich abnutzen
Auch Wind kann durch Zug die zeitabhängige Steigerung der Klebkraft negativ beeinflussen. Dies kann dazu führen, dass pastöse Klebemassen zwar an beiden Oberflächen haften; dazwischen, wo die Masse noch weich ist, kann es jedoch zum Bruch kommen. Diese Bruchflächen sind dann der Luft ausgesetzt und binden ab, so dass dann keine Reparatur mehr möglich ist. Auch Klebebänder können im Aufbau der Haftung behindert werden. Haben sie sich erst gelöst, besteht die Gefahr, dass die Klebefläche verschmutzt. Eine ausreichende Haftkraft kann dann durch erneutes Andrücken nicht mehr erreicht werden.