Steildach 2015-09-23T00:00:00Z Wild, rund, organisch

Wie eine zarte Welle präsentiert sich ein Niedrigenergiehaus bei Heilbronn. Alles, nur kein Standard hieß es für DDM Markus Berg und sein Team. Mit einer Wilden Deckung setzte er das gewünschte Statement des Bauherren auch am Dach fort – individuell, kreativ und persönlich. Kegel² und Kupferapplikationen inklusive.

Niedrigenergiehaus mit Organischer Architektur

Nach den Plänen von Architekt Walter Andre Dipl.-Ing. (FH) entstand auf den Grundmauern eines Bestandsgebäudes eine Wohnhaus in Niedrigenergiebauweise. Die Besonderheit: das gesamte Planungskonzept beruht dabei auf den Grundlagen der organischen Architektursprache. Neben dem Grundgedanken des ökologischen Bauens und der Nutzerfreundlichkeit stehen dabei insbesondere die Individualität der Formensprache, Materialien und Farbgebung im Vordergrund – keiner festen Geometrie folgend. In einer Zeit, in der das Baugeschehen stark durch wirtschaftliche Faktoren, technische Innovationen und bürokratische Einschränkungen beherrscht wird, strebt die organische Architektur eine integrale Arbeitsweise an, die Erlebniswerte, kulturelle Aspekte und eine Art Spiritualität umfasst. Eine ganz besondere Erlebniswelt sollte auch die Dachlandschaft in Heilbronn bieten, welche – ebenfalls keiner statischen Geometrie folgend – mit vielen Rundungen, Gauben, Türmchen und Anbauten ausgestattet war.

Wild – aber nicht chaotisch

Für Architekt Andre stand fest, das auf dem Dach nur eine Wilde Deckung zum Einsatz kommen konnte. Bereits im Vorfeld hatte der Experte für Organische Architektur mit der Firma Haag Bedachung einige Projekte in Wilder Deckung realisieren können. Durch diverse Referenzen im europäischen Raum, aber auch weltweit, konnte sich der mittelständische Innungsbetrieb mit Sitz in Erden an der Mosel, einen Namen erarbeiten. Inhaber DDM Markus Berg: „Für uns war die Beauftragung eine Besonderheit, denn das Objekt kann man als architektonisches Schmuckstück bezeichnen. Solch ein Bauvorhaben zählt man gerne zu den eigenen Referenzen und es macht Spass sich der Herausforderung zu stellen. Aber man muss auch sehr verantwortungsbewusst an die Sache rangehen, denn was so chaotisch aussieht, erfordert von meinen Mitarbeitern und mir höchste Konzentration und überdurchschnittliches Fachwissen.“

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in DDH 19.2015.

Michael Zenk

zuletzt editiert am 11. Dezember 2020
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