News 2010-12-22T00:00:00Z Winterwetter kostet Wachstum

Das strenge Winterwetter könnte das Wirtschaftswachstum erheblich bremsen: Eine lange und schneereiche Frostperiode könne drei Milliarden Euro Wertschöpfung kosten - was eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums um einem halben Prozentpunkt im Quartal bedeute, sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, der "Berliner Zeitung".

Treier verwies auf die Erfahrungen zu Beginn dieses Jahres, als ähnliche Wetterbedingungen herrschten. Deutschlands Wirtschaft war in den ersten Monaten nur um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen.

Bauwirtschaft besonders betroffen

Unter Frost und Schnee hat besonders die Bauwirtschaft zu leiden. Schon von Januar bis März hätten die Beschäftigten auf dem Bau nicht richtig arbeiten können, sagte eine Sprecherin des Zentralverbands des Baugewerbes der Zeitung. Und der erneut harte Winter jetzt koste die Branche die Hälfte ihres normalen Dezemberumsatzes.

Auch die Versicherungsbranche hat bei Schnee und Eis höhere Ausgaben. Mehr Unfälle, geplatzte Wasserleitungen und sonstige Sachschäden summieren sich. Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft verweist im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa auf Zahlen des vergangenen Winters: "In der Zeit von Dezember 2009 bis März 2010 hatten wir zusätzliche Ausgaben in der Kfz-Versicherung von rund 230 Millionen Euro und bei den Sachversicherungen von rund 500 Millionen Euro."

Mobilität gebremst

Die gesamte Transportbranche ist vom Winter ebenfalls hart getroffen. Neben Bahn und Fluggesellschaften kämpfen auch die Spediteure mit dem Wetter. In Nordrhein-Westfalen wurde gar ein landesweites Fahrverbot für Lkw auf Autobahnen verhängt. Wenn die Fahrzeuge nicht rollen, können sie aber kein Geld verdienen, sagte Christoph Kösters vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW der Nachrichtenagentur dpa. Quelle: tagesschau.de

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
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