Am 10. Januar beschloss der Baustoffring auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung in Windhagen das Zukunftskonzept der Kooperation. Damit fand der einjährige Zukunftsentwicklungsprozess der dezentral arbeitenden Kooperation seinen erfolgreichen Abschluss. Der Baustoffring wird zukünftig von einem internen und einem externen hauptamtlichen Geschäftsführer geführt werden.
Gerade einmal 130 Minuten dauerte die außerordentliche Gesellschafterversammlung des Baustoffrings am 10. Januar. Das Gremium traf wesentliche Entscheidungen für die Zukunft der Kooperation. Auf der Tagesordnung standen das Zukunftskonzept und die erforderlichen Änderungen des Baustoffring-Gesellschaftsvertrags.
Zukunftskonzept entstand in intensivem Arbeitsprozess Der Debatte auf der Gesellschafterversammlung war, so Baustoffring-Geschäftsführer Günther Muck, der "intensivste Arbeitsprozess vorausgegangen, den ich beim Baustoffring je erlebt habe." Aufsichtsrat und Geschäftsführung hatten bereits Ende 2011 mit der Vorbereitung der gestrigen Beschlüsse begonnen. Seitdem wurden die 72 Partnerunternehmen in Expertenvorträgen, Großgruppendiskussionen, einer Arbeitsgruppe Zukunft mit 14 Unternehmern aus allen Regionen und unterschiedlichsten Unternehmensstrukturen in die Konzeptentwicklung eingebunden.
"Wir alle sind sehr offen in die Debatte hineingegangen, keiner konnte wissen, wie das neue Konzept unserer Kooperation aussehen würde." erinnert sich Baustoffring-Geschäftsführer Germar Baumgärtel, der die Gesellschafterversammlung moderierte. Auf der Cheftagung im Spätsommer 2012 hatte die Arbeitsgruppe Zukunft nach dem ausführlichen Diskussionsprozess eine Beschlussvorlage vorgestellt. Bis zum Jahresende waren die darauffolgenden Änderungswünsche der Baustoffring-Partner in das Konzept eingeflossen. Für den Feinschliff an den Vertragstexten engagierten sich einzelne Partner und die Geschäftsführung noch bis kurz vor der Versammlung. Und auch während der Sitzung gab es weitere Vertragsergänzungen auf Anregung der Gesellschafter.
Verbindlicher, leistungsfähiger, effektiver Gerhard Schlarb, der Aufsichtsratsvorsitzende des Baustoffrings, war sichtlich stolz auf seine Kooperation, die seiner Meinung nach "nur mit sich selbst vergleichbar ist". Das Zukunftsmodell soll den Baustoffring "noch besser, noch verbindlicher, noch leistungsfähiger und effektiver machen."
Moderne Version der dezentralen Kooperationsarbeit Bei den Baustoffring-Tagen werden Schwerpunktthemen und strategische Beratungen ausgebaut. Das neue Konzept modernisiert die dezentrale Arbeitsweise des Baustoffrings. Die neuen Strukturelemente tragen der aktuellen Situation der Partnerunternehmen Rechnung, damit die Idee der intensiven Zusammenarbeit selbstständiger mittelständischer Baustoff-Fachhändler auch zukünftig erfolgreich weiter verfolgt werden kann.
Inhaber, Führungs- und Fachkräfte in den Partnerunternehmen sollen durch den künftigen hauptamtlichen Geschäftsführer Entlastung finden. Das neue Modell wird ab sofort schrittweise umgesetzt. Nach einem Jahr wollen die Gesellschafter Bilanz ziehen und bei Bedarf Korrekturen und Ergänzungen des Konzeptes beschließen.