Steildach 2018-01-02T00:00:00Z Zurück zum historischen Kern

Schloss Landau in Bad Arolsen ist ein Gebäude mit wechselvoller Geschichte. Viele Besitzer haben in rund 800 Jahren ihre bautechnischen Spuren hinterlassen. Der neue Eigentümer geht mit einer aufwendigen Restaurierung nun zurück zum historischen Kern – und forderte dabei das ganze Know-how und die Kreativität von DDM Kesting und seinem Team.

Im Grafenschloss Landau scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Hinter beeindruckenden Hecken liegt das prachtvolle Anwesen, das Besucher direkt in eine märchenhaft mittelalterliche Welt versetzt. Zum denkmalgeschützten Schloss Landau gehören neben einem weitläufigen Park auch zahlreiche Nebengebäude, das Brunnenhaus und eine alte Remise. Stilistisch vereinen die Gebäude im Stadtteil Landau von Bad Arolsen viele verschiedene Elemente – von der Renaissance bis zum Klassizismus.

Kreative Ideen gefordert

Mit der Sanierung der verschiedenen Dächer beauftragte Alexander Fitz die Kesting GmbH aus Korbach. Der Innungsbetrieb hat seit seiner Gründung 1922 bereits viele Erfahrungen mit der Sanierung von Kirchen- und Schlossdächern in der Region gesammelt. Da Uwe Kesting bereits in der Planungsphase vom Eigentümer mit einbezogen wurde, konnte der Dachdeckermeisterbetrieb schon im Vorfeld viele Ideen für knifflige Details entwickeln. Von August 2015 bis zum Sommer 2016 restaurierte Uwe Kesting mit seinem Team aus fünf Meistern, acht Gesellen und drei Auszubildenden zunächst das Schlossdach des Hauptgebäudes. Dabei waren rund vier Teammitglieder ständig auf der Baustelle, darunter zwei Meister. Besondere Verantwortung übernahm Jungmeister Jens Greisler: Der 23-jährige hessische Landessieger und Kammersieger der Handwerkskammer Kassel war immer als Ansprechpartner für den Bauherrn vor Ort, übernahm zeitweise die Leitung auf dem Dach und konnte sein frisch erworbenes Know-how direkt in der Praxis anwenden.

10° - Dach mit Ziegeln

Bei der Sanierung des Schlossdaches kamen die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz: Von Schiefer über Kupfer bis hin zu Eichenbrettern. Die Hauptarbeiten in den letzten anderthalb Jahren fanden allerdings auf den Dächern der Nebengebäude statt – und gerade diese waren besonders in der Ausführung. Obwohl die vorhandenen Ziegel erst 30 Jahre alt waren und sicherlich noch längere Zeit gehalten hätten, wünschte sich der Eigentümer einen einheitlichen und historisch authentischen Look. Beim Brunnenhaus, das heute als Hotel genutzt wird, wurden deshalb 300 m² Dachfläche mit rund 4.500 Ziegeln eingedeckt, die ein historisch passendes Design boten: Die Grundform der eingesetzten Reformpfanne stammt aus dem 19. Jahrhundert und passte in der Ausführung „rot engobiert“ perfekt zum Baustil. Direkt neben dem Brunnenhaus erwartete das Kesting-Team allerdings eine besondere Aufgabe: „Bei einem Anbau des Brunnenhauses mit Küchenbereich und Restaurant mussten wir ein 125 m² großes Dach mit einer Neigung von 10° realisieren“, erklärt Uwe Kesting.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 03.2018.

zuletzt editiert am 14. Januar 2021
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