Bauwerksbegrünungen
Bauwerksbegrünungen sind fester Bestandteil der Überbetrieblichen Ausbildung im Dachdecker-Bildungszentrum BW. (Quelle: Friedrich)

Ausbildung

17. February 2022 | Teilen auf:

Bauwerksbegrünung Bestandteil der Ausbildung

Ab März 2022 sind Fragestellungen der Bauwerksbegrünung fester Bestandteil der Überbetrieblichen Ausbildung im Dachdecker-Bildungszentrum Baden-Württemberg.
 
Im Kurs D 6 (Abdichtung) erhalten die Auszubildenden zunächst theoretische Einblicke in die unterschiedlichen Facetten der Bauwerksbegrünung vom Biodiversitäts- über das Retentions- bis hin zum Solargründach. Auch der Unterschied zwischen intensiver und extensiver Begrünung sowie die Trends Urban Farming und Rooftop Gardening stehen auf dem Lehrplan.
 
Im Praxisteil erstellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich einen Schichtenaufbau inklusive Absturzsicherung. Durch diese fachthematische Ausrichtung werden den Lehrlingen in der Überbetrieblichen Ausbildung explizit die Gefahren des Klimawandels sowie die Potenziale, diesen mit Hilfe von Bauwerksbegrünungen entgegenzuwirken, aufgezeigt.
Neben zusätzlicher Nutzfläche bringt die Begrünung von Dächern eine Reihe weiterer Vorteile mit sich.
 
„Gründächer wirken wärmedämmend im Winter und als Hitzeschild im Hochsommer. Sie verbessern daher die Wohnqualität messbar und sorgen durch die zusätzlichen Schichten aus Wurzelschutzfolie, Erdreich und Pflanzen für einen optimierten Lärm- und Schallschutz“, erklärt Tobias Hauptmann, Fachlehrer am Dachdecker-Bildungszentrum Baden-Württemberg. „Wird darauf auch noch eine Photovoltaik-Anlage montiert, so lässt sich hierdurch die Wirkungsweise der Anlage sogar um vier bis fünf Prozent steigern“,
 
Unter der Leitung des Gründachspezialisten Tobias Hauptmann, der sein Fachwissen kompetent an die Lehrlinge weitergeben wird, finden pro Jahr insgesamt acht Kurse statt. Tobias Hauptmann ist ab sofort federführend für den Fachbereich der Bauwerksbegrünung zuständig. 

zuletzt editiert am 23.02.2022