Bezirksmeister und Vorstand der  Dachdecker-Innung Berlin. (Quelle: Berliner Dachdecker)
Mitte November kamen die Bezirksmeister und der Vorstand der Landesinnung Berlin zu ihrer traditionellen Jahresschlusssitzung zusammen.sammen. (Quelle: Berliner Dachdecker)

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29. November 2021 | Teilen auf:

Berliner Bezirksmeister beschäftigen sich mit Digitalisierung und Solartechnik

Am 16. November kamen die Bezirksmeister und der Vorstand der Landesinnung Berlin zu ihrer traditionellen Jahresschlusssitzung in der Geschäftsstelle der Landesinnung zusammen. Getagt wurde entsprechend der Hygienebestimmungen der 2G-Regel. Landesinnungsmeister Jörg-Dieter Mann zeigte sich erfreut über die nahezu vollständige persönliche Anwesenheit der Bezirksmeister. Dies sei in dieser schwierigen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Er bezeichnete die wirtschaftliche Situation der Berliner Dachdecker als gut, was gerade im Hinblick auf die schwierigen Pandemiezeiten durchaus bemerkenswert sei. Die Einführung der PV-Pflicht bei Neubauten und Dachsanierungen ab 2023 stellt die Berliner Dachdecker aber vor große Herausforderungen, so Mann.

Als erster Referent erläuterte Markus Fuhr von der BG BAU die neue App für digitale Gefährdungsbeurteilung, die von der BG BAU gemeinsam mit dem ZVDH erarbeitet worden war. Hier ist es nunmehr möglich, die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung per App am Bildschirm, mit dem Smartphone oder über das Tablet zu erstellen und zu verwalten. Dies ist eine weitere Erleichterung auf dem Weg, die Bürokratisierung für die Dachdeckerbetriebe etwas zu reduzieren.

Vor dem Hintergrund des Berliner Solargesetzes, das ab 01. Januar 2023 die Errichtung von PV-Anlagen bei allen Neubauten und Dachsanierungen zwingend vorschreibt, erläuterte Oliver Rasche vom Dachdecker-Einkauf Ost eG den Ablauf eines Solarprojektes von Anfang bis Ende. Dabei betonte Rasche, wie wichtig es sei, vor Beginn der Arbeiten alle erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Dies könne einige Monate in Anspruch nehmen. Genauso wichtig sei es, rechtzeitig einen Elektrobetrieb zu finden, der die Elektroarbeiten und den Netzanschluss der Solaranlage übernimmt. Erst wenn alle diese Punkte geklärt sind, so Rasche, könne einigermaßen terminsicher mit der Dachsanierung begonnen werden.

Oliver Rasche vom Dachdecker-Einkauf Ost eG erläuterte den Ablauf eines Solarprojektes. (Quelle: Berliner Dachdecker)

Geschäftsführer Ruediger Thaler erläuterte den Anwesenden abschließend neues aus der Innung und die Ergebnisse der Klausurtagung des Vorstandes. Das Berliner Bildungszentrum ist seit Januar 2021 wieder voll und ohne Einschränkungen in Betrieb. Auch die Meister- und Helferkurse sind voll belegt. Sorgen bereiten die hohen Durchfallquoten bei den Gesellenprüfungen sowie hohe Fehlzeiten der Lehrlinge in der überbetrieblichen Unterweisung. Die Landesinnung hat sich auf die Herausforderungen des Berliner Solargesetzes vorbereitet und bietet ab sofort zahlreiche Weiterbildungen auf dem Gebiet der Solartechnik an. Diese finden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie sowie mit zahlreichen Industriepartnern statt, die eigene Solarmodule vertreiben. Auch die Digitalisierung des Bildungszentrums macht große Fortschritte. Durch einen finanziellen Zuschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung ist es möglich, die Werkstätten mit Smartboards auszustatten sowie Drohnen, Outdoortablets, Laptops und Kameras anzuschaffen.

Bei der Nachwuchswerbung will die Landesinnung weiterhin in den sozialen Netzwerken aktiv sein, was bislang bei überschaubaren Kosten sehr erfolgreich war.Besonders erfreut zeigten sich die Anwesenden darüber, dass die Landesinnung im Jahr 2022 wieder einen neuen Anlauf für eine Berliner Dachdecker-Party starten will. Diese soll am 26. August stattfinden, falls die Pandemie es bis dahin zulässt.

zuletzt editiert am 07.12.2021