Ausbildungsmeister Conrad Barnekow unterrichtet die Afrikanern am Bildungszentrum. Quelle: Berliner Dachdecker
Aktuell arbeiten einige Afrikaner in einem zweiwöchigen Schnupperlehrgang im Bildungszentrum der Berliner Dachdecker. Quelle: Berliner Dachdecker

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10. September 2021 | Teilen auf:

Kooperation Arrivo: Maßnahmen für Geflüchtete

Der Fachkräftemangel ist für die Berliner Dachdeckerbetriebe seit Jahren eines der größten Probleme. Der Arbeitsmarkt für Dachdecker ist so gut wie leergefegt. Die Landesinnung sieht eine ihrer wichtigsten Aufgaben daher in der Nachwuchswerbung.

Dort werden auch große Erfolge erzielt. So übersteigt die Anzahl der Lehrlinge in diesem Jahr zum ersten Mal seit 25 Jahren die Zahl von 300. 

Aber auch die guten Ausbildungszahlen werden nicht ausreichen, um den Personalbedarf der Betriebe in Zukunft zu decken, da in den nächsten Jahren nahezu ein Drittel aller Beschäftigten altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden wird. Aus diesem Grund arbeitet das Bildungszentrum der Berliner Dachdecker schon seit Jahren mit der Berliner Ausbildungsinitiative Arrivo zusammen. Arrivo unterstützt mit Förderung durch den Berliner Senat die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit. Sie unterstützen Geflüchtete vor und während ihrer Ausbildung und bieten zudem Berufsorientierung, Qualifizierung und berufsbezogenen Deutschunterricht an. Im Rahmen der Berufsorientierung nahmen schon zahlreiche Geflüchtete an entsprechenden Schnupperlehrgängen für Dachdecker im Berliner Bildungszentrum teil. 

Nach einer längeren, pandemiebedingten Pause befinden sich nunmehr wieder einige Afrikaner für einen 2wöchigen Schnupperlehrgang im Bildungszentrum. Aufgrund der Vorauswahl von Arrivo hatten sie bereits in ihrem Heimatland Berufserfahrung am Bau gesammelt. Die Deutschkenntnisse der Teilnehmer aus Guinea und dem Senegal sind gut genug, um Anweisungen des Ausbilders zu verstehen und umzusetzen. Ausbildungsmeister Conrad Barnekow ist mit der Motivation und Leistungsbereitschaft der Geflüchteten zufrieden. In den Heimatländern der Geflüchteten gibt es den Dachdeckerberuf nicht. Ziel der Maßnahme aus Sicht des Bildungszentrums ist es, die Teilnehmer für den Dachdeckerberuf zu begeistern und dazu zu motivieren, im Anschluss eine Dachdeckerlehre in einem Betrieb anzutreten.