Arbeitsschutz: Bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit kann die Arbeit am Bau zur Qual werden, insbesondere beim Einsatz vorgeschriebener Schutzkleidung wie Helm und Schutzweste. Technische und organisatorische Maßnahmen helfen hier oft nur bedingt, und die Gefahr von Hitzestau und damit verbundener Erschöpfung, Konzentrations- und Leistungsverlust sowie gesundheitlicher Beeinträchtigung ist hoch. Kühlende Kleidung verbessert das Arbeitsklima – im wahrsten Sinne.
Um die Hitzelast zu reduzieren, wird häufig ohne Helm und mit freiem Oberkörper gearbeitet, doch das erhöht zum einen die Unfallgefahr, und zum anderen steigt zusätzlich das Risiko von Hautkrebs, einer heute häufigen Berufskrankheit. Was also tun, um den Körper gleichermaßen gegen Hitze, UV-Last und Unfälle zu schützen, auch wenn das Arbeiten auf den Baustellen nicht in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden kann?
Verdunstungskühle nutzen
Eine Lösung für dieses Problem bietet die spezielle E.Cooline Kühlkleidung. Kühlende Hemden, Signalwesten und Kopfbedeckungen oder Einleger für Helme helfen passgenau. Die über Verdunstungskühle aktiv kühlende Kleidung ist in Sekunden einsatzbereit, kühlt den Menschen direkt über den ganzen Tag und kann wie eine „Klimaanlage zum Anziehen“ nahezu überall am Bau eingesetzt werden – notwendig ist dafür nur etwas Wasser vor dem Anziehen. Die
Cooline SX3-Technologie sorgt mit besonderen Fasern in einer 3D-Struktur dafür, dass das für die Verdunstungskühle nötige Wasser im Kleidungsstück gehalten wird und das Textil außen trocken ist – so ist ein maximaler Tragekomfort sichergestellt. Eine Kühlenergie von bis zu 660 Watt erzeugt das in atmungsaktiven Funktionsstoff eingenähte Spezialvlies, das den Körper je nach Bedarf um bis zu 12 °C herunterkühlen kann – und das über mehrere Stunden. Die waschbare Kühlfunktionskleidung „Made in Germany“ benötigt hierfür keinerlei umweltbelastende Energiequellen und ist klimaneutral. Der große Vorteil: Die Kleidung kühlt jeden ganz individuell und abhängig von der jeweiligen Körpertemperatur. Und das funktioniert nicht nur im Freien, sondern auch in Fahrzeugen und Gebäuden. Das Material ist leicht, anschmiegsam und macht jede Bewegung mit. Die Kühlwesten oder Kühlshirts können allein, über oder unter anderer (Schutz-)Kleidung getragen werden. Dazu ein kühlendes Basecap oder ein kühlendes Inlay unter Schutzhelm bzw. Anstoßkappe, und der Hitzeschutz ist perfekt. Modellvarianten, entweder als reine Kühlbekleidung oder zusätzlich mit UV-Schutz-Abdeckungen für Nacken und Arme, lassen sich passgenau für die jeweiligen Arbeitsplatzanforderungen zusammenstellen.
Förderfähige Funktion
Die BG BAU sieht klar den Nutzen einer solchen Kühlbekleidung und fördert die Anschaffung von entsprechenden Produkten für Mitgliedsunternehmen mit einem Zuschuss von 50 % pro Stück.
Für Kühlwesten beträgt dabei die Förderung maximal 100 Euro pro Weste – mehr dazu hier: https://www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien
Und auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt Kühlwesten als eine der Schutzmaßnahmen bei Hitzestress am Arbeitsplatz. Auch für den Arbeitgeber lohnt sich der Einsatz der Kühlkleidung. Die Arbeiter sind leistungsfähiger, deutlich besser konzentriert, und laut wissenschaftlicher Studien verbessert sich sogar das Betriebsklima. Somit können Bauarbeiten schneller und mit weniger Fehlern fertiggestellt werden. Ausfallzeiten wegen gesundheitlicher Hitzeprobleme und konzentrationsbedingte Unfälle werden geringer. Der Fertigstellungstermin und die vereinbarte Qualität können sichergestellt werden.
Kühlwirkung bestätigt
In einem Praxistest bei einem führenden Bauunternehmen in Deutschland wurden Bauarbeiter an einem heißen Sommertag bei 30 °C und Sonnenschein mit und ohne Kühltextilien getestet und mit Wärmebildkamera gemessen. Die Körpertemperatur der Arbeiter konnte mit Kühlkleidung trotz Arbeitseinsatz in der Mittagszeit auf einem deutlich niedrigeren Niveau gehalten werden als ohne Kühlung. Auch die Resonanz der Mitarbeiter war sehr positiv.

