ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk begrüßte die Teilnehmenden des Dach-Konvents. (Quelle: ZVDH)
ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk begrüßte die Teilnehmenden aus der Bedachungsindustrie, die der Einladung des Zentralverbands nach Fulda gefolgt waren. (Quelle: ZVDH)

Markt

04. October 2021 | Teilen auf:

Dach-Konvent in Fulda

Rund 80 Teilnehmer:innen kamen zum 22. Dach-Konvent nach Fulda. Schwerpunkt waren die Themen: DACH+HOLZ International, Gründächer und "Modernes Fachregelwerk".

ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk begrüßte die Teilnehmer. Das Bedürfnis nach Austausch war groß, die Stimmung schon am Vorabend-Event von regen Unterhaltungen geprägt. Bollwerk ging auf die Herausforderungen ein, denen sich das Handwerk ausgesetzt sah: Neben der Coronakrise kamen Anfang des Jahres Materialengpässe und unerwartete Preissteigerungen zum Tragen. Er berichtete über die Anstrengungen der Berufsorganisation, auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen und stellte die vier Wahlforderungen des Dachdeckerhandwerks vor: 1. Klimaschutz und Klimawende umsetzen 2. Rohstoffversorgung sicherstellen 3. Entsorgungswege zukunftsfest machen und 4. Betriebe stärken.

Krise? Welche Krise?

Wie es aus konjunktureller Hinsicht um die Branche steht, erläuterte Felix Fink, beim ZVDH für die Bereiche Wirtschaft und Unternehmensführung zuständig. Die Teilnehmenden erhielten ein wahres Feuerwerk an Zahlen: Auf einen Nenner gebracht: Trotz aller Krisen ist das Bau-/Dachdecker-Handwerk nicht im Krisenmodus, eher im Gegenteil. Als Faktoren machte er u.a. aus: verantwortungsvolles Handeln der Betriebe während der Corona-Pandemie, keine Beschäftigungsverbote am Bau während des Lockdowns, aber auch politische Maßnahmen wie die Umsatzsteuersenkung gaben positive Effekte und führten zur deutlichen Steigerung des Umsatzes. 2020 lag dieser bei rund 11,3 Milliarden Euro, 2019 hatten die Betriebe immerhin schon 10,5 Milliarden Euro reingeholt. Zur Materialkrise merkte Fink an: „Die Betriebe scheinen sich langsam daran gewöhnt zu haben, die Dinge wenden sich zum Besseren.“ Das spiegelt sich auch in der Bewertung der Geschäftsaussichten wider. Hier wurden für das Dachdeckerhandwerk die besten Zahlen seit Beginn der vierteljährlichen Messung 2007 ermittelt: Im Durchschnitt benoten über 80 % der Dachdecker 2021 die aktuelle Lage mit sehr gut oder gut.

Der ausführliche Beitrag auf dachdecker.de

Claudia Büttner