Eine Handwerksmesse mit einer Vorführung, bei der eine Frau an einem Tisch arbeitet, während Zuschauer zuschauen.
Ausprobieren und gewinnen: Flachdach-Test auf dem Stand von Lamilux. (Quelle: DDH)

DACH+HOLZ 2026-03-02T13:07:18.574Z DACH+HOLZ 2026: Erwartungen übertroffen

DACH+HOLZ International 2026 mit 56.000 Besuchern auf historischem Höchstniveau.

Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut zum zentralen Treffpunkt der Dach- und Holzbranche. Insgesamt präsentierten sich 564 Aussteller aus 28 Ländern auf 71.000 Quadratmetern Bruttofläche in vier Hallen sowie im Freigelände. Der Anteil internationaler Aussteller lag bei 22,7 Prozent. Die DACH+HOLZ International 2026 unterstreicht damit ihre Rolle als führende Plattform im europäischen Markt. „Die Dynamik und die Intensität der Gespräche in den Hallen waren außergewöhnlich“, sagt Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen. „Auch wenn Prozesse zunehmend digitaler werden, lebt unser Handwerk vom persönlichen Austausch. Wenn sich die Branche im Zweijahresrhythmus auf der DACH+HOLZ International trifft, entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, und genau dieser Community-Gedanke trägt die Branche in die Zukunft.“

Ein Mann sitzt in einem Rennsimulator auf einer Messe und spielt ein Autorennspiel auf mehreren Bildschirmen.
Auf der Aktionsfläche „Dachdecker – Dein Beruf" in Halle 9 stellten Rennsimulatoren im Schnitzeljagd-Format die jungen Handerker auf die Probe. (Quelle: DDH)

Positive Signale von Dachdeckern

Auch die Branchenverbände bewerten die DACH+HOLZ International 2026 als wichtigen Impulsgeber. Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), betont: „Viele inspirierende Gespräche haben mir erneut bestätigt: Handwerk verbindet, treibt Innovationen voran und bringt Menschen zusammen. Die DACH+HOLZ International ist und bleibt der ‚Place to be‘ für unsere Branche.“Für den Holzbau hebt Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, hervor: „Zukunftsweisende Innovationen, überzeugende Produktneuheiten und der persönliche Austausch zwischen Produktherstellern und Holzbaubetrieben haben für volle Messehallen gesorgt. Die positive Stimmung in der Branche war deutlich spürbar.“In den Hallen war insgesamt eine konstruktive Grundstimmung erkennbar. Neben aktuellen Herausforderungen standen vor allem konkrete Lösungsansätze und neue Entwicklungen im Mittelpunkt der Gespräche.

Start-up & Innovation Area wächst

Mit 30 beteiligten Unternehmen war die Start-up & Innovation Area 2026 größer als in den Vorjahren und bündelte aktuelle Entwicklungen im Bauhandwerk. Der Start-up & Innovation Award ging an die Fixpod GmbH für eine patentierte Verbindungslösung im Holzbau, die revisionslose Installationsrohrübergänge ermöglicht und Prozesse sowie die Arbeitssicherheit verbessert. „Wir erreichen eine deutliche Kosten- und Prozessoptimierung von über 50 Prozent und reduzieren den Verschnitt um mehr als 90 Prozent“, sagt Sascha Müller, Gründer der Fixpod GmbH. Das System wird inzwischen von über 300 Holzbaubetrieben eingesetzt. Platz 2 ging an Benetics AI für einen KI-Sprachassistenten für den Baustellenalltag, Platz 3 an LeiKoSi GmbH und Lock Jaw Ladder Grip für Lösungen zur Verbesserung der Leitersicherheit im Dachhandwerk.

Eine Gruppe von vier Männern bei einer Preisverleihung. Einer der Männer hält eine Trophäe und ein Buch.
Preisverleihung Sieger der Startups, von links: ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk, Sascha Müller, Peter Aicher und Robert Schuster. (Quelle: DDH)

Zukunftsthemen mit hoher Resonanz

Das Rahmenprogramm war durchgehend gut besucht und griff zentrale Zukunftsthemen der Branche auf. Beiträge zu Nachhaltigkeit – etwa zur Rolle des Handwerks im nachhaltigen Bauen – stießen ebenso auf großes Interesse wie praxisnahe Einblicke in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Betrieb. Auch gesellschaftliche Fragen fanden Resonanz: Dachdecker Etienne Sikora berichtete über seine Wanderschaft und sprach über Diversität im Handwerk, während beim Thema „Zukunft Holzbau“ Entwicklungen aus Forschung und Praxis hinsichtlich ihrer Marktreife diskutiert wurden. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der erste Live-Auftritt von Lasse Peper alias derholz.kopf mit seinem „Zimmerer-Rap“.

Messegesichter geben persönliche Einblicke

Als Gesichter der DACH+HOLZ International 2026 repräsentierten Zimmerergesellin Theresa Damm und Dachdeckermeister Dominik Nöcker die Branche während der gesamten Messe. Für Theresa Damm war die DACH+HOLZ International eine Premiere. „Ich habe hier unglaublich vielentdeckt – zum Beispiel eine Kühlweste für die Baustelle – und sehr viele neue Menschen kennengelernt, auch gewerkeübergreifend“, sagt sie. Besonders der direkte Austausch mit unterschiedlichen Bereichen des Handwerks habe ihren Eindruck von der Branche erweitert.Auch Dominik Nöcker betont die besondere Atmosphäre: „Überwältigend, beeindruckend – und es hat großen Spaß gemacht, die Messe mit meinem Gesicht zu repräsentieren.“ Die positive Stimmung und die Vielzahl persönlicher Gespräche hätten für ihn den Charakter der Veranstaltung geprägt. Im Mai 2026 startet die Bewerbungsphase für die Messegesichter der DACH+HOLZ International 2028. Die nächste DACH+HOLZ International findet vom 7. bis 10. März 2028 in Stuttgart statt.

Zwei Personen auf einer Messe, die Handwerkskunst präsentieren und lächeln.
Blickfang: Lars Donath fertigte am Stand von Rudolf Müller Pfeifen aus Metall. (Quelle: DDH)

„Die DACH+HOLZ 2026 in Köln war erneut ein beeindruckendes Erlebnis – volle Gänge, lebendige Messestände und eine Branche, die mit Stolz und Leidenschaft zeigt, was sie kann. Das Handwerk hat auf allen Ebenen überzeugt: mit innovativen Produkten, zukunftsweisenden Dienstleistungen und einer einzigartigen Gemeinschaft, die hier zusammenfindet. Die Messe ist der zentrale Treffpunkt, um zu erfahren, was die Dachdecker- und Holzbranche bewegt. Sie bietet die perfekte Plattform, um sich auszutauschen, neue Impulse zu setzen und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Branche zu spüren. Viele inspirierende Gespräche haben mir erneut bestätigt: Handwerk verbindet, treibt Innovationen voran und bringt Menschen zusammen. Die DACH+HOLZ ist und bleibt der ‚Place to be‘ für unsere Branche!“ Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH).

zuletzt editiert am 02. März 2026