Die Freisprechung der Junggesellen und Junggesellinnen vom Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein. Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)
Die Freisprechung der Junggesellen und Junggesellinnen vom Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein. (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)

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17. September 2021 | Teilen auf:

Ein starkes Stück Zukunft

Feierlich spricht das Dachdeckerhandwerk Schleswig-Holstein auf der NordBau seine Junggesellinnen und Junggesellen von den Pflichten der Lehre frei.

Stolz auf die in der Gesellenprüfung gezeigten Leistungen können 111 Dachdeckerlehrlinge aus Schleswig-Holstein sowie deren Ausbildungsbetriebe sein. Die Lernbedingungen waren in den beiden vergangenen Jahren eine besondere Herausforderung. Diese mit Bravour gemeistert zu haben, dazu beglückwünschte Landesinnungsmeister Torsten Kriedemann die neue Dachdeckergeneration und hieß die Junggesellinnen und Junggesellen herzlich willkommen.

Einmarsch der Junggesellen und Junggesellinnen. (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)

Im schleswig-holsteinischen Dachdeckerhandwerk, vor allem aber bei den frischgebackenen Dachdeckerinnen und Dachdeckern, war die Freude groß, endlich wieder mit einer traditionellen Freisprechung in den Gesellenstand erhoben zu werden. Daher überraschte es nicht, dass der Saal mit 300 Personen aus dem Familien- und Freundeskreis voll besetzt war und dies trotz Maskenpflicht. Leider ließen die Corona Bestimmungen die sonst in den Vorjahren geladenen Gäste aus Politik, Handwerk und Wirtschaft in diesem Jahr nicht zu. Einzig die Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber überbrachte Glückwünsche und Grüße aus dem Kieler Landeshaus.

Die Obermeister des Landesinnungsversverbands des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein. (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)

Landesinnungsmeister Torsten Kriedemann betonte in seiner Festrede, wie wertvoll die jungen Gesellinnen und Gesellen für das Dachdeckerhandwerk seien. Sie seien begehrte Fachkräfte und müssten jetzt Erfahrungen sammeln um Gelerntes zu vertiefen. Dabei gehe es um weit mehr, als nur Dachsteine auszuwechseln. Die immer höheren gesetzlichen Anforderungen zur Energieeinsparung im Gebäudesektor werden vorrangig vom Dachdecker umgesetzt. Das sei die große Herausforderung der Zukunft.

Die Festrede von Landesinnungsmeister Torsten Kriedemann. (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)

Anfang August hatten 170 Auszubildende ihren ersten Arbeitstag in schleswig-holsteinischen Dachdeckerbetrieben. Das ist eine bemerkenswerte Zahl. So viele Jugendliche für dieses traditionelle Handwerk zu begeistern ist unter anderem dem Engagement der Jugendorganisation „Zukunft Dachdecker“ geschuldet, einer Arbeitsgruppe von jungen Dachdeckern, die in die Arbeit des Landesinnungsverbandes und des Ausbildungszentrums eingebunden sind.

Die Gäste, die die Freisprechung des Landesinnungsverbands besuchten. (Quelle: Landesinnungsversverband des Dachdeckerhandwerks Schleswig-Holstein)

Im Berufsalltag gewinnen digitale Hilfsmittel immer mehr an Bedeutung und bieten viele neue Möglichkeiten. Das sollten sich die jungen Gesellen zu Nutze machen, so Torsten Kriedemann. Aber: Das Dachdeckerhandwerk bliebe immer ein HANDWERK und das sei so individuell wie die Menschen, die es ausführen. Und deshalb verdiene diese Arbeit die höchste Anerkennung.