Gewinner „BuGG-Gründach des Jahres 2021“: Das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (Quelle: Landschaftsarchitektur+)
Gewinner „BuGG-Gründach des Jahres 2021“: Das Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg (Quelle: Landschaftsarchitektur+)

News

20. April 2022 | Teilen auf:

Der Sieger „BuGG-Gründach des Jahres“ 2021 steht fest

Der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG) führt seit 2001, damals noch mit seinem Vorgängerverband FBB, jährlich die Wahl zum Gründach, Fassaden- und Innenraumbegrünung des Jahres durch. BuGG-Mitglieder können Objekte einreichen, die Wahl erfolgt dann im Rahmen einer Mitgliederversammlung oder einer Veranstaltung.

Ende des letzten Jahres nutzte der BuGG die Gelegenheit und die große Teilnehmendenzahl beim online durchgeführten „Bundeskongress Gebäudegrün“ und ermöglichte die Teilnahme zur Abstimmung in digitaler Form. Als Sieger zum „BuGG-Gründach des Jahres 2021“ wurde dabei die gestaltete und begehbare Dachbegrünung des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg gewählt, eingereicht vom BuGG-Mitglied Landschaftsarchitektur+. Die Landschaftsarchitekten von L+ waren für die Gründachplanung und Prof. Mark Krieger (Ostschweizer Fachhochschule Rapperswil) für die Pflanzplanung zuständig. Hochbauarchitekten waren hammeskrause Architekten aus Stuttgart und die Ausführung der Dachbegrünung erfolgte durch den Garten- und Landschaftsbau Klaus Hildebrandt GmbH aus Hamburg.

BuGG-Präsident Dr. Gunter Mann (Mitte) überreicht den Geschäftsführern von Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger (links) und Julian Benesch (rechts) die Siegerplakette zum BuGG-Gründachdes Jahres 2021. (Quelle: Landschaftsarchitektur+/ BuGG)

Das Objekt umfasst insgesamt ca. 3.870 m² Dachfläche auf verschiedenen Ebenen, davon begrünt wurden mit 2.440 m² mehr als die Hälfte. Die Begrünung ist sowohl als extensive Dachbegrünung in mehrschichtiger Bauweise mit 4 cm Dränage, Filtervlies und 11 cm Extensivsubstrat als auch in Form einer Intensivbegrünung (Dachgarten) auf den niedrigeren Terrassen und dem Aufenthaltsbereich der Mensa ausgebildet. Der begehbare Dachgarten besteht ebenfalls aus einem mehrschichtigen Aufbau: 6 cm Kunststoffdränage, Filtervlies, etwa 5-45 cm Untersubstrat (in den höheren Bereichen mit Baumpflanzungen) und 35 cm Intensivsubstrat. Die Pflanzenauswahl umfasst Stauden, Gräser und Gehölze.

Durch Rampen und Treppen zwischen den Ebenen wurden Verbindungen und eine Möglichkeit zur Durchquerung des Campus auf der Ost-West-Achse geschaffen. Dank verschiedener Sitzgelegenheiten an den geschwungenen Wegen kann der Dachgarten als Rückzugsfläche und „grüner Verweilort“ genutzt werden. Das Beleuchtungskonzept sorgt auch bei Dunkelheit für eine Nutzbarkeit und eine besondere Stimmung auf dem Dach.

Der Preisträger mit seiner Gründachanlage spiegelt auch den Trend wider, den der BuGG in seinem „Marktreport Gebäudegrün 2021“ beschrieben hat: die Flächen der Intensivbegrünungen, und damit die Nutzung der Dachflächen als Freizeit- und Wohnraum, nehmen jährlich zu. So waren es im Jahr 2020 schon 18 Prozent der in Deutschland begrünten Dachflächen.

zuletzt editiert am 21.04.2022