„Willoughby-Eifel-Turm“ Sendemast im Norden der australischen Metropole Sydney
Mithilfe eines Bauaufzuges aus Deutschland konnten die Monteure im australischen Willoughby viel Zeit sparen. (Quelle: Geda)

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30. May 2022 | Teilen auf:

Der Turm muss weg

Seit über 60 Jahren prägt der „Willoughby-Eiffelturm“ die Stadt im Norden der australischen Metropole Sydney. Doch auch solch ein Monument hat eine Ablauffrist. Um riesige Gebilde abzureißen, braucht es riesige Kräne, und in die muss man erst mal einsteigen können.

Mit einem wehmütigen Blick auf vergangene Zeiten wird seit Mai dieses Jahres der TCN-9-Turm in Willoughby abgebaut. Als die TCN-9-Studios im Jahre 1956 den ersten Sendemast in der kleinen Stadt fertigstellten, war dies gleichzeitig die Geburtsstunde des Fernsehens in Australien. Der damals erbaute Mast wurde fast 10 Jahre später durch den jetzigen und größeren Mast mit 233 Metern ersetzt und prägt bis heute das Stadtbild des Vororts von Sydney.

77 Stockwerke

Die australische Immobiliengruppe Mirvac hat das 3,2 Hektar große Grundstück für den Bau neuer Wohnmöglichkeiten gekauft und so war es nötig, den darauf stehenden Turm abzubauen. Diesem aufwendigen Rückbau, der voraussichtlich neun Monate andauern wird, gehen sehr durchdachte Pläne von mehreren Spezialisten und Ingenieuren voraus. Das Unternehmen Marr Contracting wurde mit der Demontage des Turms – mit der erstaunlichen Höhe eines 77-stöckigen Hochhauses – beauftragt. Vor dem eigentlichen Start des Abbaus mussten Stahlseile im Felsuntergrund verankert werden, um den für den Abbau benötigten Kran ausreichend zu stabilisieren. Diese Konstruktion hatte bereits zwei Monate Aufbauzeit in Anspruch genommen, bevor der schrittweise Abbau des Turms beginnen konnte. Darauf folgte der eigentliche Aufbau des freistehenden 200 Metern hohen Turmdrehkrans. Dieser soll nun, von oben beginnend, die einzelnen Bauteile des Turms herunterheben und sicher abstellen. Wenn die Hälfte des Sendemasts abgebaut ist, wird der Kranausleger getauscht, um die unteren und schwereren Bauelemente des Sendemasts heben zu können.

Eine kleine Rampe bietet gefahrlosen Übergang. (Quelle: Geda)

Sicher bei Wind und Wetter

Besonders viel Wert legt das beauftragte und hauptverantwortliche Unternehmen auf die Sicherheit bei seinen Projekten. Der Transport der Kranführer muss schnell, sicher und effizient durchgeführt werden. Über Leitern durch Turmsegmente bis in die Kabine des Kranes zu steigen, ist nicht nur unproduktiv und beschwerlich, sondern besonders bei Regen, Wind und Dunkelheit extrem gefährlich. Da bei diesem Projekt ein freistehender Turmdrehkran verwendet wird, ist auch der oftmals genutzte Aufstieg über ein externes Bauwerk nicht möglich. Der australische Geda-Händler und Partner Hasemer Materials Handling hatte dafür sofort die richtige Lösung parat. Der Geda 2 Pk Kranführeraufzug ist das passende Produkt für Turmdrehkräne, um die Kranführer schnell an ihr Ziel zu befördern. In kürzester Zeit – und vor allem sicher – bringt der Aufzug den Kranführer an seinen Arbeitsplatz in luftiger Höhe, so verspricht es der Hersteller. Riskante und anstrengende Kletteraktionen bei oftmals schlechten Witterungsverhältnissen sind somit hinfällig. Das System erlaubt die Aufzugmontage nicht nur an freistehenden Kränen, sondern an allen Turmdrehkrantypen jedes Herstellers. Eingebaute Sicherheitsfeatures runden das Gesamtkonzept des Kranführeraufzuges ab: Beim Öffnen des Fahrkorbs klappt eine kleine Rampe mit Seitenschutz auf, die zusammen mit der Zugangsschranke am Kran den gefahrlosen Übergang zum Fahrkorb bildet. Eine geschwindigkeitsabhängige Fangbremse soll die Sicherheit garantieren; elektrische Sicherungselemente verhindern Fehlbedienungen, so der Hersteller. Im Ernstfall kann der Kranführeraufzug auch zum Lebensretter werden, denn die Bergung und Rettung von bewusstlosen oder erkrankten Kranbedienern kann dank der Kranführeraufzüge innerhalb kürzester Zeit eingeleitet werden. Mit einer Geschwindigkeit von 24 m/min ist der Höhentransport deutlich schneller als das eigenhändige Aufsteigen des Bedieners. Für beispielweise 60 Meter benötigt der Kranführer mit dem Gerät nur gute zwei Minuten – ohne würde er etwa fünfmal so lange brauchen. Sobald der Sendemast entfernt ist, wird Mirvac mit der nächsten Phase der Sanierung beginnen und das Gelände erschließen, um ihre Vision, die Erschaffung einer beispielhaften Wohngemeinschaft mit qualitativ hochwertiger Gestaltung und modernsten Gebäuden, zu verwirklichen. Auch in dieser Bauphase wäre das Unternehmen der richtige Ansprechpartner. Mit Aufzugslösungen im Bereich Industrie- und Bauaufzugstechnik könnte die Bauphase sehr viel effizienter gestaltet werden.

www.geda.de

zuletzt editiert am 30.05.2022