Eine Gruppe von jungen Zimmerleuten in traditioneller Zunftkleidung steht vor dem Gebäude der Becks Mühle und hält stolz ihre Urkunden nach der erfolgreich bestandenen Freisprechung in die Kamera.
13 neue Dachecker*innen freuen sich über ihren Gesellenbrief. (Quelle: Dachdecker-Innung Bremen)

News 2026-09-22T08:17:32.818Z 13 neue Gesellen für das Bremer Dachdeckerhandwerk

Ein besonderer Abend für das Bremer Dachdeckerhandwerk: In der Beck‘s Mühle in den Wallanlagen fand die diesjährige Freisprechungsfeier statt. Mehr als 60 Gäste – darunter Familienangehörige, Meister und Firmeninhaber – waren gekommen, um gemeinsam mit den Nachwuchshandwerkern ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu feiern.

Insgesamt 13 Auszubildende aus zehn Betrieben sowie drei Nachprüflinge wurden an diesem Abend freigesprochen. Obermeister Sascha Apel eröffnete die Feier mit einer persönlichen Ansprache. „Ihr habt gelernt, Probleme zu lösen, im Team zu arbeiten – und dass ein Fehler auf dem Dach ziemlich schnell auffällt“, sagte Apel. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Denn wenn ein Dachdecker einen Fehler macht, regnet es irgendwann bei Frau Meyer durchs Wohnzimmer – und die ruft dann garantiert nicht an, um sich zu bedanken.“ Für den weiteren Berufsweg gab er den jungen Gesellen drei Dinge mit auf den Weg: „Bleibt neugierig, bleibt bodenständig und bleibt euch selbst treu.“ Anschließend öffnete Lehrlingswart Falk Ölkers die Lade. Jeder Auszubildende wurde namentlich aufgerufen und trat nach vorne. Lehrerin Vera Linke hatte für jeden persönliche Worte vorbereitet, bevor Ölkers die jungen Handwerker offiziell freisprach und ihnen den Gesellenbrief überreichte.

Eine besondere Auszeichnung erhielten Elias Vogler für die beste Prüfung und Julia Borchers für das beste Berichtsheft. Beide kommen vom Ausbildungsbetrieb Spies und wurden erstmals mit einer Urkunde für ihre Leistungen ausgezeichnet. Auch der ehemalige Obermeister Lutz Detring, richtete einige Worte an die neuen Gesellen. Nach der anstrengenden Ausbildungs- und Prüfungszeit habe man zunächst einmal „die Schnauze voll“, sagte er mit einem Schmunzeln. Wichtig sei es nun aber, auf dem Laufenden zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bei einem Buffet und vielen netten Gesprächen aus. Besonders schön empfanden die Gäste die Pflege dieser langjährigen Tradition. Die Innung wurde gelobt, den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung nicht einfach nebenbei zu begehen, sondern die jungen Gesellen in einem so festlichen und würdigen Rahmen freizusprechen. „Für die 13 neuen Gesellen beginnt ein neuer Abschnitt – mit viel Erfahrung und hoffentlich genauso viel Freude am Dachdeckerhandwerk.“

zuletzt editiert am 22. September 2026
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