Eine Schieflage der Konjunktur wäre laut der Handwerkskammer der Region Stuttgart für die gesamte Handwerksbranche problematisch. (Quelle: amh-online.de)

Region Stuttgart

13. October 2022 | Teilen auf:

Rohstoffpreise: HWK fordert Unternehmenshilfen

Im dritten Quartal war die Geschäftsentwicklung der Handwerksunternehmen in der Region Stuttgart von den Preissprüngen bei Energie und Rohstoffen beeinträchtigt. Die Handwerkskammer fordert deshalb jetzt schnelle Hilfen.

Laut der aktuellen Umfrage der Handwerkskammer der Region Stuttgart gab es im bisherigen Geschäftsjahr zwar noch keinen breiten Einbruch. „Sorgen machen uns aber die gemeldeten Erwartungen an die Wintermonate. Gut jeder vierte Unternehmer rechnet dann mit einer schwächeren Nachfrage und einer deutlichen Verschlechterung der Geschäftslage“, so Peter Friedrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Wesentliche Ursache sei der geschwächte private Konsum. Betroffen sind laut Friedrich auch das Bauhauptgewerbe sowie das Ausbaugewerbe.

Gaspreisbremse erster Schritt

In der aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer berichten 90 Prozent der befragten Betriebe von gestiegenen Einkaufspreisen. Besonders hart schlagen die steigenden Energiepreise sowie die unsichere Energieversorgung zu Buche.„Die wenigsten Betriebe können diese Preissteigerungen weitergeben“, so Friedrich. Deshalb fordere das Handwerk schnelle, zielgerichtete und unbürokratische Entlastungen für Unternehmen. „Die Gaspreisbremse, wie jetzt vorgeschlagen, erfasst nur einen kleinen Ausschnitt der Probleme“, so der Kammerchef. „Aber die Arbeit an den Unternehmenshilfen wurde wegen der Entwicklung der Gaspreisbremse ausgesetzt. Die muss die Politik wieder mit Hochdruck angehen, sonst kommen die Hilfen zu spät.“

Handwerkskammer Region Stuttgart

zuletzt editiert am 17.10.2022