Der Vorstand bei der Delegiertagung 2021. Quelle: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen (Quelle: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen)
Der Vorstand bei der Delegiertagung 2021. (Quelle: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen)

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17. September 2021 | Teilen auf:

Positive Konjunktur-Entwicklung trotz Corona-Pandemie

Zur jährlichen Delegiertenversammlung des Landesinnungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen haben sich im September 48 Delegierte aus 29 Innungen in der Landeshauptstadt Hannover getroffen. Schon am Vortag war das Berufsförderungswerk des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen und Sachsen-Anhalt e. V. zu seiner Mitgliederversammlung zusammengekommen.

Trotz der Pandemie fiel der Bericht von Landesinnungsmeister Carsten Stelter über die Entwicklung der Konjunktur im vergangenen Jahr positiv aus: Das Dachdeckerhandwerk blickt auf das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr dieses Jahrtausends zurück. Besonders der private Wohnungsbau habe sich weiter als Treiber des Wachstums erwiesen. Im Dachdeckerhandwerk steigen die Umsätze stetig, und bei den Löhnen liegt Niedersachsen-Bremen über dem Bundesdurchschnitt an dritter Stelle. Die Zahl der Arbeitnehmer ist seit rund zehn Jahren konstant. Stelter forderte die Betriebe auf, die Ganzjahresbeschäftigung noch konsequenter umzusetzen und das Schlechtwettergeld zu nutzen. Das für den Sommer 2020 eingeführte Ausfallgeld für die Sommermonate wurde evaluiert und verlängert.

Die Anzahl von neu eingestellten Auszubildenden war 2020 leicht rückläufig, bewegt sich aber auf hohem Niveau. Das berichtete Dr. Frank Biermann, Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverbandes, aus der Arbeit des Ausbildungszentrums St. Andreasberg. Für das neue Ausbildungsjahr zeichnet sich ab, dass wieder über 400 Neueinstellungen erreicht werden.

Der Meisterkurs in St. Andreasberg wird weiter zweizügig durchgeführt. Biermann hob hervor, dass die jungen Leute im Gegensatz zu früheren Jahren mit guten Perspektiven in die Zukunft gehen. Als Erfolgsmodell hat sich der Kurs „Vom Helfer zum Gesellen“ erwiesen. Einen erfolgreichen Start erlebte auch der Brandschutzhelferlehrgang, den das ABZ St. Andreasberg seit Januar 2021 anbietet: Seit dem Start des neuen Lehrgangs wurden schon 300 Teilnehmer geschult.

Durch die Pandemie verzeichnet das ABZ deutlich gesunkene Zahlen an Seminartagen, Teilnehmern und vor allem Übernachtungen. Insgesamt ist das Jahr aber trotz Pandemie mit Lockdown und verkürzter Kurse besser verlaufen als gedacht.
Der Obermeistertag fand zum ersten Mal online statt. Nach der Überarbeitung der Satzung kann künftig auch die Delegiertenversammlung des LIV online veranstaltet werden. Auch in der Nachwuchs-Werbung ging man neue Wege: Auf der digitalen Ideen-Expo begrüßte der LIV fast 3000 junge Leute am virtuellen Messestand und verzeichnete großes Interesse an den angebotenen Videos, Links und Downloads. Gemeinsam mit dem Landesreferenten für Digitalisierung, Jan Voges wird nun die Digitalisierung vorangetrieben und die Außendarstellung des ABZ weiter verbessert.

Nach der Vorstellung des trotz Pandemie positiven Jahresabschlusses und dem Bericht der Rechnungsprüfer entlasteten die Delegierten den Vorstand einstimmig. Mit dem satzungsmäßigen Ausscheiden von gleich fünf Mitgliedern aus dem Hauptvorstand wählte die Versammlung Mario Bauer aus Osnabrück, Olaf Gohl aus Diepholz, Maik Grüber von der Innung Soltau-Fallingbostel, Claudia Kreisel aus Goslar und Stefan Stümpel für die Innung Wolfenbüttel-Salzgitter. In der konstituierenden Sitzung des Hauptvorstandes wurde Andreas Köhn aus Ostfriesland in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt. Christoph Glatz, Thomas Hoppe und Martin Weniger bilden den Rechnungsprüfungsausschuss. Titus Recker wurde als Landesreferent für Berufsbildung und Mattias Fricke als sein Stellvertreter im Amt bestätigt.

Für 2022 wurden die Messe DACH + HOLZ International im Februar und das Unternehmerseminar am 4. und 5. März angekündigt. Der 72. Landesverbandstag wird am 9. und 10. September 2022 in Göttingen stattfinden. Die Teilnahme am Marathon 2022 in Hannover ist ebenfalls geplant – natürlich wieder in Dachdecker-Laufkleidung.

Bereits am Vortag hatte die Mitgliederversammlung des Berufsförderungswerks des Dachdeckerhandwerks Niedersachsen-Bremen und Sachsen-Anhalt e. V. stattgefunden. In seinem Jahresbericht vermeldete der 1. Vorsitzende Rudolf Behr leicht gestiegene Mitgliederzahlen. Für das BFW soll in der nächsten Zeit ein konsequenteres Branding entwickelt werden. Geplant ist unter anderem ein BFW-Award, mit dem besondere Leistungen von Meistern, Gesellen, Auszubildenden, aber auch Freunden und Förderern des Dachdeckerhandwerks ausgezeichnet werden. Nach dem Geschäftsbericht des Hauptgeschäftsführers Dr. Frank Biermann und der Vorstellung der Etatpläne für 2021 und 2022 wurden Vorstand und Geschäftsführung entlastet. Die Mitglieder wählten als neue Vorstandsmitglieder Alexander Böcker, Lucas Jacobi, Stefan Krieger und Sebastian Olkiewicz. Ausgeschieden war das langjährige Vorstandsmitglied Jörg Florian, der übrige Vorstand blieb unverändert.