BBZ-Geschäftsführer Rolf Fuhrmann: „Man hat mich sehr offen aufgenommen. Das hat mir den Start leicht gemacht und dafür bin ich dankbar.“ Foto: BBZ Mayen
BBZ-Geschäftsführer Rolf Fuhrmann: „Man hat mich sehr offen aufgenommen. Das hat mir den Start leicht gemacht und dafür bin ich dankbar.“ Foto: BBZ Mayen

Markt

11. March 2021 | Teilen auf:

„Präsenzveranstaltung mit digitalen Elementen sinnvoll ergänzen“

Seit mehr als einem Jahr leitet Rolf Fuhrmann die Geschäftsführung des BBZ Mayen. Wir sprachen mit ihm über die Ausrichtung des Bildungszentrums, die digtiale Strategie und was Corona bei der Weiterbildung und an seinem Musikgeschmack geändert hat.

Herr Fuhrmann: Seit rund einem Jahr leiten Sie die Geschäftsführung des BBZ in Mayen. Wie haben Sie den Einstieg erlebt?

„Ich habe den Einstieg als sehr angenehm empfunden. Artur Wierschem hat ein hervorragend bestelltes Feld hinterlassen. Das gilt für alle Bereiche des Bundesbildungszentrums, nicht zuletzt für die überbetriebliche Ausbildung für die Auszubilden der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, die mit dem Bau der Dachdeckerherberge noch einmal eine Standortstärkung erfahren hat.

Und dann ist es einfach so, dass ich im BBZ mit herausragenden Kollegen zusammenarbeite.

Ich habe von Anfang an größtes Engagement, hohe Professionalität und Fachkenntnis erleben dürfen. Das ist schon etwa Besonderes. Und man hat mich sehr offen aufgenommen. Das hat mir den Start leicht gemacht und dafür bin ich dankbar.“

Die Dachdecker kannten Sie ja schon aus Ihrer Zeit als langjähriger Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Dachdeckerhandwerks. Was hat Ihnen bei der Umstellung geholfen und was ist anders beim BBZ?

„Das Netzwerk, das durch die Arbeit beim Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Rheinland-Pfalz entstanden ist, wirkt natürlich auch hier noch fort. Dieses und meine vorherige Arbeit bei der Handwerkskammer Koblenz haben es sicher erleichtert, beispielsweise auch nun den Zimmerermeisterkurs mit der HWK Koblenz gemeinsam als Kooperation seit Ende des letzten Jahres anbieten zu können.

Anders ist beim BBZ die erst einmal vollkommen neue Aufgabenstellung, die sich ja nun auf den Betrieb der Meistervorbereitungskurse, der überbetrieblichen Ausbildung und der Fort- und Weiterbildung im Dachdeckerhandwerk konzentriert, während zuvor der einzelne Betrieb mit seinen täglichen Herausforderungen aller Art im Mittelpunkt stand.

Andererseits stehen bei der Aus- und Fortbildung auch die Interessen des Betriebs, die Praxistauglichkeit und der Grad der Umsetzbarkeit des Erlernten für den Teilnehmer unserer Fort- und Weiterbildung im Fokus und insofern denke ich, gleichen sich die Zielsetzungen meiner Arbeit.“

Wie haben Sie die Zeit mit Corona am BBZ erlebt?

„Leider hat Corona mich gleich zu Beginn meiner Übernahme der Geschäftsführung im BBZ vor ganz andere als die erwarteten Herausforderungen gestellt.

Zweifelsfrei wünsche ich mir ein baldiges Ende dieser Situation. Allerdings ist das gesamte Team des BBZ dieser mit großer Kreativität, riesigem Engagement und letztlich auch Mut begegnet.

Das Ende des Präsenzunterrichts hat für uns bedeutet, dass wir zunächst improvisierend und dann sukzessive auch testend Möglichkeiten finden mussten, die unseren Ansprüchen und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, um den Unterricht zu gestalten.

Ob uns das gelungen ist, sollen die beurteilen, die unmittelbar als Teilnehmer der Meistervorbereitungskurse und des Vorbereitungskurses auf die Gesellenprüfung in der ersten Phase betroffen waren. Bisher waren die Rückmeldungen positiv, und das sind sie auch jetzt in der Situation des erneuten theoretischen Distanzunterrichts. Hier hat sich schon eine gewisse Routine eingestellt.

Ich bin sehr dankbar, dass sich ohne Ausnahme alle im Team der Herausforderung gestellt haben und alle notwendigen Schritte, sei es die methodisch-didaktische Vorbereitung des Distanzunterrichts oder die Umsetzung der notwendigen Hygienekonzepte, so proaktiv umgesetzt haben.

Johannes Messer

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 04.2021