Preisgleitklauseln gelten nicht für Verbraucherbauverträge. (Quelle: Braas)

Recht

14. April 2022 | Teilen auf:

Preisgleitklauseln gelten nicht für Verbraucherbauverträge

In neu abgeschlossenen Verträgen des Bundes sollen Preisgleitklauseln verbindlich aufgenommen werden. Diese ermöglichen eine nachträgliche Anpassung der im Vertrag fixierten Materialpreise. Damit werden derartige Klauseln aber weder Vertragsbestandteil bei Verbraucherbauverträgen, noch ändert sich irgendetwas an der Zulässigkeit derartiger Klauseln in Bauverträgen mit privaten Bauherren.

Darauf verweist der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Auch weiterhin seien die meisten Preisänderungsklauseln in Verträgen mit Verbrauchern unwirksam. Mit dem Hinweis beugt der Verbraucherschutzverband einem Vorgehen seitens unlauterer Unternehmen vor. Sie könnten gegenüber Verbrauchern mit Verweis auf den Erlass argumentieren, dass Preiserhöhungen unter den aktuellen Rahmenbedingungen nun selbstverständlich seien. Dies ist ausdrücklich nicht der Fall. Verbraucher sollten vor Vertragsabschluss und in Fällen, in denen sie pauschale Nachtragsforderungen von ihrem Hausbauunternehmen erhalten, die Rechtmäßigkeit am besten mithilfe eines Fachanwalts für Bau- und Architektenrecht prüfen lassen.

zuletzt editiert am 14.04.2022