Natur und Technik auf einem Dach als Beitrag des Dachdeckerhandwerks zur Klimaneutralität. (Quelle: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg/Bundesverband Gebäudegrün)
Beispiel Volksbank Neckartor: Natur und Technik auf einem Dach als Beitrag des Dachdeckerhandwerks zur Klimaneutralität. (Quelle: Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg/Bundesverband Gebäudegrün)

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18. October 2021 | Teilen auf:

„Solarpflicht kann kommen – wir sind bereit“

Beim Branchensolartag Mitte Oktober im Stuttgarter Hospitalhof verdeutlichte Umweltministerin Thekla Walker sehr eindrücklich, dass Photovoltaik (PV) zur treibenden Kraft für Energiewende und Klimaschutz werden müsse. Mit der Erweiterung der Solarpflicht auf den Wohnungsneu-bau (ab 01.05.2022) und bei allen grundlegenden Dachsanierungen (ab 01.01.2023) werde die Landesregierung ihre bundesweite Spitzenposition beim Klimaschutz weiter ausbauen, so die Umweltministerin.

Die Dachsanierung mit PV ist schon seit langem ein Erfolgsmodel

„Für das Dachdeckerhandwerk ist das Thema Solaranlagen schon seit der sogenannten Ölkrise 1973 ein wichtiges Arbeitsfeld“, so Florian Jentsch, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des Dachdeckerhandwerks BW. „Seit Jahrzehnten sind unsere Betriebe mit der Umsetzung von Gründächern, Photovoltaik und energetischen Gebäudeoptimierungen betraut“. Jentsch sichert zu: „Wir stehen bereit und wollen künftig einen noch größeren Beitrag hin zu mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit leisten. Die Dachsanierung mit Photovoltaik ist schon seit langem ein Erfolgsmodell. Daran wollen wir anknüpfen und gemeinsam mit anderen Gewerken, insbesondere dem Elektrohandwerk, das ungenutzte Potential weiter ausschöpfen“.

Kooperationen als Schlüsselfaktor

Fachkräftegewinnung, Preissteigerungen und Materialverfügbarkeit stellen zwar weiterhin die zentralen Herausforderungen – auch der Bedachungsbranche – dar. Jedoch sei nicht davon auszugehen, dass sich die Lage aufgrund der Solarpflicht insgesamt weiter verschärfen werde. „Durch strikte Standardisierung, fortschreitende Digitalisierung in den Betrieben, optimierte Branchenkooperationen und gerade auch schlanke Behördenprozesse werde das Handwerk auch diese vielfältigen Herausforderungsszenarien meistern und die Energiewende erfolgreich bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort umsetzen“, so Jentsch.

Wir übernehmen Verantwortung

Geschäftsführer Jentsch abschließend: „Die Dachdecker-Innungsbetriebe in Baden-Württemberg sind die zentralen Akteure, wenn es um die Planung und den Einbau von Solarlösungen geht. Neben der grundsätzlichen Vertrautheit mit allen Materialien an Dach und Fassade und natürlich dem Fachregelwerk des Dachdeckerhandwerks, das nun mal den Stand der Technik vorgibt, ist das Dachdeckerhandwerk der Spezialist für die handwerklich hochstehende und gestalterisch ansprechende Integration. Wir stehen als Gewerk somit bereit, werden Verant-wortung übernehmen und den Energiewendeprozess verbraucher-, handwerker- und vor allem auch umweltfreundlich mitgestalten“.

zuletzt editiert am 26.10.2021