„Das Gestern ist Erinnerung“: Noch ist die Pandemie leider nicht vorbei, aber ein bisschen passt das Zitat des Referenten Christian Gansch zur Stimmung auf dem Verbandstag der Dachdecker in Brandenburg.
Es war, als würden die vergangenen zwei Jahre abfallen und alle wären nur noch froh, wieder mit der Dachdecker-Familie zusammenzutreffen.
Geschäftsführerin Anke Maske hatte mit ihrem Team einen rundum gelungenen Tag organisiert. Im brandenburgischen Bad Saarow trafen sich etwa einhundert Teilnehmer zum 2. Verbandstag, der von Landesinnungsmeister Karsten Kirchhoff eröffnet wurde. Nach seinen Grußworten stand Staatssekretär Hendrick Fischer gemeinsam mit Dirk Bollwerk, Präsident des ZVDH, Karsten Kirchhoff und Rolf Lindemann, Landrat des Kreises Oder-Spree, in einer Talkrunde Rede und Antwort. Hauptthema war hier – an manchen Dingen ändert auch eine Pandemie nichts – der Fachkräftemangel.

Überrascht wurde dann Dachdeckermeister Mario Bayer, als Karsten Kirchhoff ihm die Ehrenurkunde des Dachdeckerhandwerks für sein ehrenamtliches Engagement in der Berufsbildung überreichte. „Es ist in meinem Herzen“, dankte Bayer.
Ehrenurkunde für Mario Bayer
Den Erfolgsfaktor Fördermittel erklärte Kai Schimmelfelder. Der Referent riet den Anwesenden, mehr Förderung zu beantragen. „Es ist Geld da, es fehlen nur noch Sie“, mahnte Schimmelfelder mit Blick auf die nicht abgerufenen monetären Hilfen des Staates.
Der österreichische Dirigent Christian Gansch begeisterte die Zuhörer mit seinem Vortrag über die Arbeit mit und das Miteinander in Orchestern. Mit vollem Körpereinsatz und musikalischer Untermalung zog er die Zuhörer in seinen Bann. Seinen Erklärungen, wie es möglich ist, dass eine Schar verschiedenster Charaktere unterschiedlicher Nationen perfekt harmonieren, folgten die Zuhörer völlig gebannt. „Die Ausbildung ist der Kitt, der das Orchester zusammenhält. Man muss aber spüren, wann Präzision und wann Freiraum gefordert ist“, so ein Rat Ganschs.

Ein Festabend mit Live-Musik rundete die Veranstaltung ab.
Brigitte Latsch
Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 07.2022.