75 Jahre Meisterhandwerk – das feiert das Dachdeckerunternehmen Henkel und Söhne Bedachungs GmbH aus Moringen in diesem Jahr. Bis heute ist bereits die vierte Generation zum Dachdeckermeister ausgezeichnet worden und im Familienbetrieb tätig.
Die Tradition begann 1950 mit Wilhelm Ahlborn, dem Urgroßvater der aktuellen Geschäftsführung. Dieter Henkel trat als dritte Generation ins Unternehmen ein, bestand 1981 die Meisterprüfung und übernahm die Firma. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Unternehmen kräftig und war zeitweise bundesweit tätig. Seine Söhne Timm und Jan-Henrik Henkel sind mittlerweile als vierte Generation in der Firma tätig. 2016 erwarb Timm seinen Meistertitel, 2024 folgte Jan-Henrik. Vor vier Jahren übernahm Timm Henkel die Geschäftsführung, während Jan-Henrik als Prokurist tätig ist und zukünftig zur Leitung dazustoßen soll.
Seit zwei Jahren ist Dieter Henkel im Ruhestand und steht seinen Söhnen beratend zur Seite. Mutter Barbara Henkel arbeitet derzeit noch in der Verwaltung und begleitet den Generationenwechsel. „Wir sind stolz darauf, das Lebenswerk unseres Vaters weiterzuführen und dass er uns einen gesunden Betrieb hinterlässt, der gut für die Zukunft aufgestellt ist“, sagt Timm Henkel.
Mit rund 40 Mitarbeitern konzentriert sich die Firma auf die Region Südniedersachsen und hat an besonderen Projekten wie der Nordmensa der Universität Göttingen, dem Hundertwasserbahnhof in Uelzen und der INI-Klinik in Hannover gearbeitet. Aktuell arbeiten sie am Neubau des Opticums an der Leibniz Universität Hannover.
Stolz sind die Henkels auf ihren umfassenden Fuhrpark, der in Zeiten des Fachkräftemangels auch die Arbeit der Angestellten erleichtert. Ganz neu ist seit Oktober ein Lkw-Autokran mit 44 Metern Hakenhöhe und 28 Metern Reichweite mit einer Tonne Belastbarkeit. Die Besonderheit: Der Kran ist elektrisch betrieben und somit unabhängig vom Dieselmotor des Fahrzeugs nutzbar.

Der Fachkräftemangel ist nur eines von vielen Themen, dass die Firma Henkel in Zukunft beschäftigen wird. Um die Arbeit im Handwerk attraktiver zu gestalten, wollen die Dachdecker neben guter Bezahlung und hochwertiger technischer Ausrüstung auch mit Fitnessangeboten, E-Bike-Leasing sowie Zuzahlungen zum Handy und Führerschein überzeugen.
Eine weitere Herausforderung stellt die Digitalisierung dar. „Handwerker können nicht durch KI ersetzt werden“, sagt Timm Henkel. Doch moderne Technik könne durchaus unterstützen, vor allem in der Verwaltung – zum Beispiel in der Stundenerfassung der Mitarbeiter und beim Erstellen von Angeboten für Kunden. Mithilfe von Drohnen lassen sich komplizierte Bauvorhaben schnell aus der Vogelperspektive ausmessen.
„Ich möchte für unsere Kunden eine qualitativ hochwertige Leistung erbringen. Und für unsere Mitarbeiter ein faires und kollegiales Miteinander“, formuliert Timm Henkel sein Ziel als Geschäftsführer. Er betont: „Alles, was wir als Firma leisten, schaffen wir gemeinsam. Jeder Mitarbeiter ist wichtig, ob auf der Baustelle oder im Büro.“