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Der Einbau im Flachdach.

Steildach

09. January 2019 | Teilen auf:

Brandabwehr statt Feuerwehr

Um den Forderungen der DIN 18234 zu entsprechen, müssen bei Flachdächern Maßnahmen für den vorbeugenden Brandschutz ergriffen werden. Dachdurchdringungen sind dabei so auszuführen, dass eine Brandweiterleitung von unten nach oben verhindert wird. Brandschutzmanschetten, die dem Feuer im Brandfall den Weg abschneiden, sind eine günstige Alternative zu nicht brennbaren Gussbauteilen.

Das Risiko der Brandweiterleitung durch kleine Durchdringungen für Gullys und Lüfter wird immer noch gern unterschätzt. Sind sie nicht brandsicher ausgerüstet, können Feuer und Brandgase in den Profil- und Dachhohlraum gelangen, aber auch auf die Dachfläche und Nachbargebäude übergreifen. Diese „Flash-over“ genannte Eskalation wird durch den Kamineffekt, den eine offene Durchdringung entwickelt, weiter angefacht.

Entwässerungs- und Lüftungsbauteile

Die Sita Brandschutzmanschette mit Muffe.

Brandschutzkonzept: Vorher nachdenken

Brandschutz

  • An erster Stelle stehen die gesetzlichen Interessen, also das Baurecht, das durch die Regelwerke kontrolliert wird. Der Gesetzgeber fordert hier die Einhaltung von Personenschutz, Nachbarschutz und Umweltschutz.
  • An zweiter Stelle sollte die Gebäudeversicherung betrachtet werden, bei der umfassender Risikoschutz zu möglichst geringen Prämien realisiert werden soll. Umfasst die Baumaßnahme ein intelligentes Brandschutzkonzept, kann das Gebäude unter Umständen zu günstigeren Prämien versichert werden.

Die drei häufigsten Fehler beim vorbeugenden Brandschutz:

  • Letztendlich, wenn nicht sogar an erster Stelle, sind die Interessen des Bauherrn oder Betreibers zu beachten, der vor allen Dingen die betriebliche Sicherheit, die Funktionalität und die Wirtschaftlichkeit im Auge hat. Bei größeren Projekten empfiehlt sich die Einbindung eines Gutachters, der alle Interessen in einem individuellen Brandschutzkonzept vereint.

Umfassende Planung im Vorfeld bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern vor allen Dingen einen veritablen Sicherheitsgewinn – vor allen Dingen Rechts- und damit Zukunftssicherheit. Wie aber bringt man die verschiedenen Interessen zur Deckung, wenn die Forderung nach optimaler Wirtschaftlichkeit über allem steht? Aus ökonomischen oder statischen Gründen tendieren Bauherren oft zu gewichtsreduzierten Anlagen mit PE-Rohren, also Leitungen und Bauteilen, die brennbar sind. Dabei ist zu beachten: Bei Dächern von großflächigen Hallen und Industriebauten ist der vorbeugende Brandschutz bei Gullys, Lüftern und Rohrleitungen absolute Pflicht. Maßgeblich ist hier die bereits erwähnte DIN 18234, 1 – 4. „Diese Norm legt brandschutztechnische Begriffe, Anforderungen und Prüfungen für großflächige Dächer bis 20 ° Neigung fest.

Rainer Pieper

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 04.2019

Wann und wo ist Brandschutz gefordert?