2010-04-15T00:00:00Z Erstmals in Mexiko

Umkehrdach (UK-Dach) nennt man eine Bauweise eines einschaligen Flachdaches, die den normalen Dachaufbau umkehrt und sich mittlerweile seit mehr als vier Jahrzehnten bewährt hat.

Die Idee des "umgekehrten Daches" hat ihren Ursprung in Lateinamerika. Die dort in den fünfziger Jahren auf Flachdächern eingesetzten Bitumenpappen waren von wenig guter Qualität und Witterungsbeständigkeit. Dies führte bei der dortigen intensiven Sonneneinstrahlung zum vorzeitigen Altern der Abdichtung. Durch Aufbringung von Polystyrol-Hartschaumplatten konnten die bituminösen Abdichtungen geschützt werden. Die ersten bekannten Umkehrdächer sind die Aula der Universität Stadt Mexiko und das Dach der Universität Caracas aus dem Jahre 1959. Um die Dämmung vor UV-Strahlung und Windsog zu sichern, wurde ohne weitere Zwischenlage eine Kiesschüttung oder eine Estrichschicht aufgebracht. Parallel dazu wurde die Idee des Umkehrdaches auch in den USA und Kanada aufgegriffen, hier stand jedoch der winterliche Wärmeschutz im Vordergrund. In den siebziger Jahren fand dann diese Variante des Flachdaches auch in Deutschland Anwendung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Dachaufbau wird die Wärmedämmung oberhalb der Dachabdichtung verlegt. Damit das Umkehrdach die Funktionen eines nicht belüfteten Flachdaches erfüllen kann, sind besondere Anforderungen im gesamten Dachaufbau zu berücksichtigen.

zuletzt editiert am 24. Februar 2021
Newsletter