Jalibamba Suso, frisch gebackener Dachdecker-Geselle, Michael Braunwarth (l.), stellvertretender Landesinnungsmeister aus Langenargen, und Mike Schilling (r.), Vizepräsident des Zentralverbands des deutschen Dachdeckerhandwerks und Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs Gabur, feiern gemeinsam in kleiner Runde Susos Abschluss. Fotos: Don Ailinger
Jalibamba Suso, frisch gebackener Dachdecker-Geselle, Michael Braunwarth (l.), stellvertretender Landesinnungsmeister aus Langenargen, und Mike Schilling (r.), Vizepräsident des Zentralverbands des deutschen Dachdeckerhandwerks und Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs Gabur, feiern gemeinsam in kleiner Runde Susos Abschluss. Fotos: Don Ailinger

News

07. January 2021 | Teilen auf:

Kleine Feier für Suso

Nach nur 8 Jahren in Deutschland absolvierte Jalibamba Suso erfolgreich seine dreijährige Ausbildung zum Dachdecker– der Gambianer schloss besser als so mancher Muttersprachler ab.

Jalibamba Suso bekommt sein Zeugnis von Michael Braunwarth, der in Baden-Württemberg für die Auszubildenden zuständig ist, überreicht. Susos Note : 2,8. Und damit eine großartige Leistung, so Braunwarth.

Nachdem die Freisprechungsfeier in Karlsruhe aufgrund der derzeitigen Lage ausfallen musste, wurde die Feier in kleiner Runde kurzerhand beim Ausbildungsbetrieb Gabur in Gullen nachgeholt. Mit dem frisch gekürten Dachdeckergesellen Suso freuten sich Michael Braunwarth, stellvertretender Landesinnungsmeister aus Langenargen, und Mike Schilling, Vizepräsident des Zentralverbands des deutschen Dachdeckerhandwerks und Geschäftsführer des Ausbildungsbetriebs Gabur.

Ihn würde „Jali“ am liebsten gar nicht mehr hergeben, den Dachdecker-Azubi-Smart.

Doch trotz kleiner Runde fehlten warme Worte und gute Stimmung nicht. Braunwarth, der für die Auszubildenden in Baden-Württemberg zuständig ist, betonte, dass man die Leistung, die Suso in seiner Ausbildung vollbracht hatte „nicht hoch genug einschätzen kann. Davon können sich andere eine Scheibe abschneiden,“ so Braunwarth. Nach nur wenigen Jahren in Deutschland einen Schnitt von 2,8 zu erreichen und damit besser als so einige Muttersprachler abzuschließen, das sei wirklich bemerkenswert. Auch über die Ausbildung hinaus engagierte Suso sich: beispielsweise organisierte er voller Elan das Schulfest mit.

Sichtlich stolz und dankbar: „Ohne die beiden wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“

Mike Schilling, der als Geschäftsführer während der drei Jahre engen Kontakt zu Suso hatte, ist überzeugt: Suso hat das Zeug dazu, nach einigen Jahren als Geselle den Meister oben draufzusatteln. Suso selbst ist Schilling und Braunwarth sehr dankbar: „Ohne die beiden wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“

Er habe alles gegeben in seiner Ausbildung, und wenn die Lage sich wieder normalisiert hat, will er die beiden zum Dank zu einem traditionellen gambischen Fest einladen. Sein Bruder werde die Kora Cora, ein gambisches Instrument, spielen und er selbst Erdnusssuppe kochen. Gemeinsam mit Suso freut sich seine Frau, selbständige Friseurmeisterin aus Ravensburg. Suso wird weiterhin bei Gabur arbeiten und wenn es nach Mike Schilling geht und die Zeit reif ist: „den Meister oben draufsatteln“.