Drohne als Aufmaßhilfe
Drohnen gehören schon fast zum Alltag für den Dachdecker zur Aufmaßhilfe. Fotos: DDH

Digitalisierung

11. January 2021 | Teilen auf:

Neue EU-Drohnenverordnung

Welche Scheine sind für die berufliche oder private Nutzung des EU-Drohnenführerscheines nötig? Seit dem 31.12.2020 ist die neue EU-Drohnenverordnung gültig.

Nach EU-Luftrecht gibt es keine Sonderregeln bzw. Unterscheidung mehr zw. privat oder beruflichem Einsatzzweck, aber es gelten nach wie vor andere gesetzliche Auflagen wie z.B. der DGUV für bestimmte Fachkundenachweise: Für vor allem berufliche Einsatzzwecke wie Immobilien, Dachdecker, Solaranlagenbauer, Inspektionen, Vermessungen, TV und Spielfilmproduktionen mit Drohnen zumeist nah an Gebäuden oder Menschen und mit den bisherigen Drohnen zwischen 500gr bis 2kg gelten die Auflistungen unten, sonst darf man mit seinen Drohnen ab 500gr entweder gar nicht mehr fliegen oder man benötigt für jeden Flug Einzelerlaubnisse. Über 2kg sind Flüge akut nur noch mit Einzelerlaubnissen möglich. Erst wenn die Spezifik-Kategorie eingeführt und umgesetzt ist, wird man mit nochmals erweiterte Kenntnisnachweise machen können, mit denen Einzelerlaubnisse obsolet würden.Hier nun die Auflistung der nötigen Fachkundenachweise / Bescheinigungen im Rahmen der neuen EU-Drohnenverordnung bzw. für den neuen EU-Drohnenführerschein:

1. den A1-Schein: diesen kann man nur online beim LBA machen und ist Voraussetzung für den A2-Schein:  Link zum A1/A3 EU-Kompetenznachweis 

2. den Praxisfachkundenachweis nach EU-Luftrecht und DGUV-Anforderungen: Der EU-Luftrecht-Anspruch ist Voraussetzung für den A2 Schein:   Link zum EU-Praxisfachkundenachweis, Link zum DGUV-Befähigungsnachweis

3. den A2-Schein: diesen muss man als "Präsenz-Prüfung" bei einer "benannten Stelle" machen.  Da erst obige Voraussetzungen erfüllt sein müssen und die Benennung der Prüfungstellen noch im Prozess ist, ist erst im Februar mit  Terminangeboten zu rechnen.

Übergangs-Regel: Alternativ zum A2-Schein gilt für alle "alten" Drohnenführerschein Inhaber nach §21d: sie müssen folgendes machen:

1. den A1-Schein umgehend beim LBA: möglichst sofort, sonst darf man gar nicht mehr fliegen  Link zum A1/A3 EU-Kompetenznachweis 

2. den Praxisfachkundenachweis nach EU-Luftrecht und DGUV-Anforderungen: dieser ist Voraussetzung auch für die Übergangsregel, dass der alte Drohnenführerschein nach §21d für A2 und ein Jahr weiter gültig bleibt:  

  Link zum PraxisfachkundenachweisLink zum DGUV-Befähigungsnachweis

3. Damit man später EU-weit und auch nach 2021 weiter in A2 fliegen darf, muss man den "erweiterten" EU-Drohnenführerschein also den A2-Schein spätestens bis Ende 2021 gemacht haben: diesen muss man als "Präsenz-Prüfung" bei einer "benannten Stelle" machen. Da erst obige Voraussetzungen erfüllt sein müssen und die Benennung der Prüfungstellen noch im Prozess ist, ist erst im Februar mit Terminangeboten zu rechnen.

Quelle und weitere Informationen:

https://www.multikopterschule.de/EU-Drohnenfuehrerschein-Anforderungen/