Am Zukunftstag haben 12 Schüler der Jahrgänge 5 bis 10 aus dem Landkreis Northeim die Firma Henkel und Söhne Bedachungs GmbH in Moringen besucht. Einige Schüler hatten bereits handwerkliche Erfahrung, andere hatten das erste Mal Werkzeug in der Hand.
Begonnen hat der Tag mit einem Rundgang über das Betriebsgelände und einem kleinen Exkurs in die Materialkunde des Dachdeckerhandwerks. Für den größten Teil des Tages konnten die Schüler dann an verschiedenen Stationen praktisch arbeiten. Sechs Jungen und sechs Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren waren vor Ort.Eine traditionelle Handwerkskunst der Dachdecker ist das Bearbeiten von Schiefer. Mit Haubrücke und Schieferhammer haben die Jugendlichen Herzen aus Schieferplatten geschlagen.
Vogelhäuschen mit PV-Anlage

Während Schiefer üblicherweise an Kirchen und anderen historischen Gebäuden verarbeitet wird, konnten die Schüler ihre Herzen als Dekoration mit nach Hause nehmen. Ein größeres Andenken an den Zukunftstag waren die Vogelhäuschen, die sie aus vorgefertigten Bauteilen selbst zusammenbauen konnten. In Anlehnung an den Arbeitsalltag eines Dachdeckers ist jedes Häuschen mit einer hölzernen PV-Anlage ausgestattet worden.Der krönende Abschluss für die Teilnehmer war eine Fahrt mit dem Hubkorb auf Höhe der Betriebsgebäude – so konnten die Jugendlichen einen Eindruck von der Arbeitshöhe im Arbeitsalltag gewinnen.
Bis auf wenige Ausnahmen haben sich alle in die Höhe getraut. Für die Firma Henkel und Söhne war es der erste Zukunftstag. „Wir haben uns sehr über das große Interesse an unserem Handwerk gefreut“, sagt Geschäftsführer Timm Henkel. „Wir wollten den Jugendlichen das Handwerk näherbringen und hoffen, dass sie in Zukunft an uns denken, wenn sie sich beruflich orientieren und einen Ausbildungsplatzsuchen.“ Einen ersten Erfolg hat der Zukunftstag schon gebracht: Im Anschluss an das Tagesprogramm haben sich zwei Teilnehmer für ein Praktikum angemeldet.