Zwei lächelnde Männer beim Unterschreiben von Unterlagen.
Dirk Meyer, Obermeister der Elektro-Innung Köln, und Oliver Miesen, Obermeister der Dachdecker-Innung Köln, freuen sich über die Kooperation (v. l.). (Quelle: Dachdecker- und Zimmerer-Innung Köln)

News 2023-12-15T13:31:40.087Z Dachdecker- und Elektro-Innung Köln schließen Kooperationsvereinbarung im Bereich der Photovoltaik

Mit sofortiger Wirkung haben die Dachdecker-Innung Köln und die Elektro-Innung Köln beschlossen, im Bereich der Photovoltaik noch enger und gewerkeübergreifend zusammen zu arbeiten. Davon profitieren nicht nur die  Umwelt und das Klima – auch Bauherren genießen dadurch viele Vorteile  und Erleichterungen.

Da für die Montage und Installation von PV-Anlagen zur Stromerzeugung auf dem Dach qualifizierte Dachdeckerbetriebe für die fachgerechte Aufständerung oder Integration der Module auf bzw. im Dach sowie Elektro-Fachbetriebe für den Anschluss ans Netz notwendig sind, bedeutete dies für Bauherren bisher einen enormen Aufwand. Beide Gewerke mussten zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt in die Planung involviert und in der Bauphase koordiniert werden.

Obermeister Oliver Miesen von der Dachdecker-Innung Köln erklärt: „Nur die sichere Montage der Solar-Module nach dem Fachregelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks garantiert eine zuverlässige Funktion und Sicherheit bei Wind und Wetter.“ Dabei ist auch zu beachten, dass die Montage wind- und wettersicher erfolgt, um den Anforderungen der Gebäudeversicherungen zu entsprechen. Ebenso wichtig ist aber auch der Anschluss ans hausinterne Stromnetz bzw. zur Einspeisung der erzeugten Energie ins öffentliche Stromnetz. „Diese Leistungen dürfen nur von entsprechend qualifizierten Betrieben des Elektrohandwerks ausgeführt werden – und das ist auch im Interesse der Sicherheit der Immobilienbesitzer und Nutzer“, betont Dirk Meyer, Obermeister der Elektro-Innung Köln.

Über die künftig vereinfachte Planung und Realisierung der „Kraftwerke auf  dem Dach“ bietet diese Gewerke-Kooperation viele weitere Vorteile:

  • Mit dem Einsatz von PV-Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung  wird der CO2-Ausstoß messbar verringert.
  • Der „hausintern“ erzeugte Strom kann selbst genutzt werden – beim  Einsatz von Stromspeichern sogar unabhängig von der Tageszeit  und der Sonneneinstrahlung und entlastet damit das öffentliche  Netz.
  • Mit der Kooperation der beiden Gewerke werden für Bauherren bereits im frühen Planungsstadium Möglichkeiten, aber auch Anforderungen, transparent dargestellt.
  • In der Realisationsphase entfallen für Bauherren zeitaufwändige Abstimmungen und Ablaufplanungen zwischen den beiden beteiligten  Gewerken. Ein reibungsloser Ablauf beschleunigt die Inbetriebnahme der PV-Anlage.
  • Auch die regelmäßige Wartung der PV-Anlage wird für den Bauherren durch die koordinierte Zusammenarbeit von Dachdecker- und  Elektrohandwerk vereinfacht.
  • Mehr Sicherheit bei Planung und Ausführung durch eine gewerkeübergreifende Kompetenz vor Ort und damit Schutz der Bauherren  vor oft unqualifizierten mobilen Solaranlagenvertretern, die lediglich  ein schnelles Geschäft an der Haustüre oder per Callcenter abschließen wollen.
  • Möglichkeit der verstärkten Einwirkung auf städtepolitische, regionale, landes- und bundespolitische Entscheidungen im Bereich der erneuerbaren und nachhaltigen Energieerzeugung und Energienutzung.
  • Förderung des Ausbaus von Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung – unabhängig von kommunalen, regionalen oder bundesweiten Förderansätzen.

Die beiden Obermeister Oliver Miesen und Dirk Meyer freuen sich nicht nur darauf, mit dieser Kooperationsvereinbarung den Auf- und Ausbau der Solartechnik im Neubau und Gebäudebestand aktiv unterstützen zu können. „Auch die gemeinsame Schulung und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Innungs-Fachbetrieben sowie der Informations- und Erfahrungsaustausch sorgen dafür, dass unsere Kunden und die Umwelt auf der sicheren Seite für die Zukunft sind.“

zuletzt editiert am 25. Januar 2024