Screenshot des Youtube Livestreams zum Fachtechnischen Tags Nordrhein (Quelle: Youtube Enke - Werk)
Nach dem großen Erfolg, den der DDV Nordrhein und der LIV  Rheinland-Pfalz mit dem digitalen Dachdeckerstimmtisch erzielen konnten,  stand nun der Fachtechnische Tag auf der Agenda – mit 150 Online-Teilnehmern und live aus der Roten Enke-Hölle. (Quelle: Youtube Enke - Werk)

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07. April 2021 | Teilen auf:

Fachtechnischer Tag Nordrhein: Technik aus der Roten Hölle

Der Dachdecker-Verband Nordrhein stellte sich mit einer digitalen Ausgabe des Fachtechnischen Tages auf die Corona-Situation ein. Die Aufarbeitung der Fachtechnik lief auf gewohnt hohem Niveau und auch die digitale Technik hatte man bestens im Griff.

Josef Rühle, Geschäftsführung Technik des ZVDH, stand mit gewohnt pointierten Kommentaren als Moderator parat. „Die Kommunikation untereinander versiegt nicht und darf es nicht“, so Rühle. Die digitale Veranstaltung sei ein probates Mittel, um diese Zeiten zu überbrücken, umso mehr wachse aber die Freude auf zukünftige Präsenzveranstaltungen.

Abstand mit Tonne, Lüftung und Tests

Franz-Josef Rossbroich, stellvertretender Vorsitzender, erklärte in seiner Begrüßung die Modalitäten unter diesen besonderen Rahmenbedingungen. Raban Meurer, Vorsitzender, wurde per Videochat zugeschaltet und warb für den Ordner „Zeitwerte für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik“. Die Nachkalkulation mache die Korrektheit der Werte deutlich.

Andreas Braun, Obermeister der Dachdeckerinnung Düsseldorf, ebenfalls digital zugeschaltet, wertete die stetig steigenden Teilnehmerzahlen als Beweis, dass der Verband auf dem richtigen Weg sei. Gastgeber Hans-Ulrich Kainzinger, Geschäftsführer des Enke-Werks, gab sodann den Startschuss für Bernd Redecker, Leiter der fachtechnischen Abteilung des DDV, und Tobias Backaus, Anwendungstechnik von Enke. Sie stellten sich dem Praxistest: die Live-herstellung eines Türanschlusses.

Fragen über Whatsapp

Eine eigens eingerichtete Mobilnummer erlaubte den Teilnehmern, sofort Fragen zu übermitteln. Rühle forderte sogleich auf, rege teilzunehmen an diesem ersten Tag unter dem Titel „Klima, Nachhaltigkeit, Umweltschutz“. Der Klimawandel führe zu gestiegenen Ansprüchen an Produkte und Verarbeitung, Pulverschnee in Köln und Düsseldorf zu Hilferufen von Mitgliedsbetrieben.

Martin Weihsweiler, Vorstandsmitglied DDV NRW, stellte den neuen Ausschuss „Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Energieeinsparung“ des ZVDH vor. „Nachhaltigkeit ist mehr als nur Klimaschutz“, sagte Weihsweiler, „Nachhaltigkeit ist schon längst unser Tagesgeschäft und wir reden nicht mal drüber“, so sein Vorwurf. Ohne das Handwerk seien die Klimaschutzziele nicht erreichbar.

Doppelstrategie gefragt

„Haut uns der Klimawandel um?“, lautete die Frage von Dr. Tobias Kemper, Netzwerker Klimafolgeanpassung NRW von der Energieagentur NRW. Seit 1988 habe es nur zwei zu kalte Jahre gegeben, aber immer mehr Rekorde nach oben. „Wir sind mitten im Klimawandel, deswegen muss man sich mit den Auswirkungen auseinandersetzen.“ Es brauche eine Doppelstrategie, um dem Wandel wirksam entgegenzutreten: den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen. Daran anknüpfend stellte Markus Kitzinger die Nachhaltigkeitsstrategie von Velux vor – von integrativer Kultur über gesunde Arbeitsplätze bis zu null Abfall und Förderung der Kreislaufwirtschaft.

BAFA – nicht drängeln

Nach einer virtuell untermalten Mittagspause folgte ein kurzer Schwenk in die Werkstatt, bevor Michael Zimmermann, Vizepräsident des ZVDH, zugeschaltet wurde. Er referierte über das GEG und den Bereich der Förderungen. „Tue Gutes und rede darüber“, so Zimmermann. Der Dachdecker müsse als Klimaschützer wahrgenommen werden. 4,3 Milliarden Euro staatliche Förderung pro Jahr seien in Aussicht gestellt für die Sanierung der Gebäudehülle. Er erklärte, was bei Förderung und Steuerbonus sinnvoll ist. Die Bearbeitungszeit bei der BAFA, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, betrage mittlerweile fünf Wochen, man solle aber bitte nicht nachfragen.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in DDH 06.2021.

zuletzt editiert am 20.04.2021