Dachdecker sichert unfertiges Dach mit Plane (Quelle: Klöber)
Der schnelle und sichere Witterungsschutz: Plane an den Kran hängen, überwerfen, fertig (Quelle: Klöber)

Produkte

03. November 2021 | Teilen auf:

Für den Notfall: Notfallplane

Baustelleneinrichtung: Wer hätte gedacht, dass es nochmal so richtig zu Lieferengpässen kommt? Wenn der worst case eintritt und das unfertige Dach über den Winter kommen muss. Dachdecker Andreas Mümmler machte mit einer Dachplane gute Erfahrungen.

Was Dachdeckermeister Andreas Mümmler passiert ist, hätte bei vielen Kollegen Stress ausgelöst. Für die Dachdeckerarbeiten an einem Einfamilienhaus in Erlangen gab es nur ein kurzes Zeitfenster und plötzlich gab es Lieferschwierigkeiten bei den Dachziegeln. Aber vorher musste das Gerüst wieder abgebaut werden und der Winter stand bevor. Andreas Mümmler blieb die Ruhe selbst. Er hatte vorgesorgt. Seine Mitarbeiter hängten einfach die Sepa Tarp Dachplane von Klöber an den Kran, und nach einer Stunde war ein Notdach fertig, das die Baustelle sicher über den Winter bringt.

Business as usual

Der schönste Ablaufplan für die Dachsanierung und die Baustellenlogistik hilft nichts, wenn irgendwo unvermutet Sand ins Getriebe kommt. So bei einem leerstehenden, eingeschossigen Einfamilienhaus im Erlanger Stadtteil Frauenaurach, das ein örtlicher Bauherr kurz zuvor gekauft hatte. Um es bezugsfertig zu machen und den aktuellen energetischen Anforderungen anzupassen, sollte das Haus aus den 1950er Jahren kernsaniert werden. Der Auftrag zur Sanierung des Dachs ging an das Erlanger Unternehmen „Philipp & Mümmler Dachdecker + Flaschnerei“.Die Bauarbeiten waren in gutem Gange. Das Gerüst stand, das alte Satteldach mit einer Gesamtfläche von 180 m² wurde bis auf den Dachstuhl abgetragen. Dessen Holz war noch in gutem Zustand und konnte ohne weitere Maßnahmen für den Neuaufbau genutzt werden. Als Dämmung war eine – später anzubringende – Zwischensparrendämmung vorgesehen. Auf den Dachstuhl kamen 80 mm dicke Holzweichfaserplatten mit einer Unterdachbahn, darauf die Lattung. Jetzt hätte das Dach mit den neuen Tondachziegeln eingedeckt werden sollen, die ab Werk an die Baustelle geliefert werden sollten. Schließlich war laut Bauplan schon der Abbau des Gerüsts terminiert, damit die Arbeiten an der Fassade beginnen konnten. Die Biberschwanzziegel kamen leider nicht wie versprochen. Auch nicht am Tag darauf – es gab im Ziegelwerk kurzfristig eingetretene Lieferengpässe. Gleichzeitig drohte sich das Zeitfenster für die Dachdeckerarbeiten zu schließen – und das kurz vor der Weihnachtszeit und dem Wintereinbruch. Eine Situation, die so oder so ähnlich viele Dachhandwerker immer wieder erleben und die bei manchen Verantwortlichen frühzeitig zu grauen Haaren führt. Doppeltes Glück im Unglück: Der Bauherr nahm‘s gelassen. Gelassen konnte auch Dachdeckermeister Andreas Mümmler sein. Er hatte rechtzeitig vorgesorgt und als Notfallplan eine Notfallplane bereitgehalten, die viel mehr als eine „normale“ Behelfsabdichtung ist. Und am wichtigsten: viel schneller.

Ein Kran, eine Plane – und alles ist im grünen Bereich. (Quelle: Klöber)

Dach in Sicherheit

Viel schneller als gedacht kam auch die Bewährungsprobe dieser einfachen Lösung: Die großformatige Plane ist mittig mit einer Kranschlaufe versehen und wird praktisch in wenigen Minuten zu einer Behelfsdeckung: Schlaufe an den Kran hängen, Plane übers Dach, fertig. Ganz ohne aufwendiges und zeitraubendes Errichten einer Behelfsabdichtung. „Philipp & Mümmler“ hatte die Plane für die Überwurfmontage in der Abmessung 16 x 15 m gekauft. Tipp: Bei dieser Abmessung muss, wenn der Kran die Plane hochhebt, ein Abstand von 8 m zum Boden eingehalten werden. Und es sollten am besten vier Mitarbeiter auf dem Dach sein, um die Plane auseinanderzuziehen und sie wie hier im Falle eines Satteldachs am Ortgang und an der Traufe zu befestigen.

Dazu hat die Plane umlaufend alle 30 cm verstärkte Fixierpunkte für eine dauerhaft sichere Befestigung. Schnelle und dauerhafte Sicherheit erforderte der neue Plan, die Dachbaustelle über den Winter in Winterschlaf zu versetzen. Nachdem das Gerüst kurz vor Weihnachten abgebaut wurde und erst im März wieder aufgestellt werden soll, sorgt das Notdach selbst in dieser schwierigen Jahreszeit für Sicherheit. Eine entscheidende Voraussetzung ist die Qualität des schnellen Witterungsschutzes.

zuletzt editiert am 02.11.2021